Weiterer US-Bundesstaat auf dem Weg zur Kennzeichnung

28.08.2014 – Mit Colorado hat sich ein weiterer US-Bundesstaat auf den Weg zu einer verpflichtenden Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Zutaten in Lebensmitteln gemacht. Anfang November können die Bürgerinnen und Bürger darüber an der Wahlurne entscheiden.

Voraussetzung waren 86.000 Unterschriften, es kamen aber sogar 125.000 gültige Signaturen zusammen, wie die Initiative „Right To Know Colorado“ vor einer Woche mitteilte. Damit könnte Colorado neben Vermont als einer der ersten US-Staaten eine Kennzeichnung beschließen – eine solche gibt es in den USA bisher nicht, anders als in der EU.

Vermont will ab 2016 gentechnisch veränderte Zutaten kennzeichnen. Allerdings haben Industrieverbände dagegen Klage eingereicht, darunter die Grocery Manufacturers Association (GMA), die Snack Food Association und die International Dairy Foods Association. Den Kunden der Unternehmen, die diese Verbände vertreten, dürfte das nicht gefallen: vor Kurzem sprachen sich in einer Umfrage neun von zehn US-Amerikaner für eine solche Kennzeichnung aus.

Right To Know Colorado hält es für unverständlich, dass auf den Verpackungen zahlreiche Details angegeben werden – vom Kalorien- und Fettgehalt bis zu Allergenen – aber nicht zu Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen.

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