Geringe Gentechnik-Spuren in Bayern

14.07.2014 – Bei Kontrollen von Lebensmitteln auf Gentechnik-Spuren wurden bayerische Behörden letztes Jahr nur selten fündig. Das zeigt der Jahresbericht des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), der vor kurzem veröffentlicht wurde. Noch sicherer können Verbraucher bei Produkten mit der Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ sein.

Das LGL untersuchte soja- und maishaltige Lebensmittel. Bei letzteren lag die Gentechnik-Verunreinigung im Jahr 2013 bei 0%.  Von 147 Proben war keine einzige positiv – im Vorjahr waren 4% belastet. Bei Soja, bei dessen Anbau weltweit zu 80% gentechnisch veränderte Sorten zum Zuge kommen, stießen die Experten häufiger auf Gentechnik-Spuren: von 270 Proben waren 59 positiv (22%, im Vorjahr waren es 21%). Allerdings lag keine Probe im Bereich über 0,1%, ab dem eine Kennzeichnung nötig ist, wenn die Verunreinigung nicht „zufällig“ und „technisch unvermeidbar“ war.

Die Ergebnisse sind mit ähnlichen Resultaten aus Baden-Württemberg vergleichbar. Dort waren im Jahr 2013 bei Soja 28% der Proben positiv, bei Mais 0,8%. Im Gegensatz zum LGL aus Bayern wurden im Nachbarland weitere Lebensmittel wie Senf, Reis und Honig geprüft. Vor allem Importhonige waren betroffen.

Gesondert wurden von der bayerischen Behörde Produkte mit der „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung unter die Lupe genommen. Hier lagen die positiven Befunde „bis zu zwei Drittel niedriger“, erklärte das LGL. Nur 15% - 11 von 106 Proben – enthielten Spuren von Gentechnik in geringen Mengen von unter 0,1%.

Für den Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG), der das Siegel im Auftrag der Bundesregierung vergibt, ist klar: „Wer Gentechnik in Lebensmitteln vermeiden will, ist bei Produkten mit 'Ohne Gentechnik'-Kennzeichnung auf der sicheren Seite. “

LGL Bayern: Jahresbericht 2013

VLOG: Ergebnisse aus Baden-Württemberg 2013