Nur geringe Mehrkosten durch Kennzeichnung

06.10.2014 – In den USA wird weiterhin über die Einführung einer verpflichteten Gentechnik-Kennzeichnung gestritten. Gegner argumentieren häufig, Lebensmittel würden deutlich teurer. Die Wirtschaftsberater von ECONorthwest geben Entwarnung: demnach geht es für den einzelnen Verbraucher um 2,30 US-Dollar pro Jahr.

Laut Auftraggeberin, der Verbraucherorganisation Consumers Union, belaufen sich die Mehrkosten auf weniger als einen Cent pro Tag. Das sei nur „ein winziger Bruchteil“ dessen, was die Gentechnik- und Lebensmittelindustrie in den USA in ihren Warnungen beziffert. Und es sei ein kleiner Preis für das Recht der Verbraucher, über Gentechnik-Bestandteile in ihrem Essen informiert zu werden, so Jean Halloran von Consumers Union.

Die Analysten von ECONorthwest hatten mehrere Untersuchungen ausgewertet, überwiegend aus den letzten drei Jahren. Die geschätzten Mehrkosten aufgrund einer Gentechnik-Kennzeichnung rangierten dabei von 0,32 bis 15 US-Dollar pro Kopf und Jahr. Der Median lag bei 2,30 Dollar. Gegner der verpflichtenden Kennzeichnung warnten hingegen vor einer zusätzlichen Jahresbelastung von 100 bis 200 Dollar.

Consumers Union hält das für unrealistisch. Die Organisation verweist darauf, dass es bereits in über 60 Ländern Gentechnik-Kennzeichnungen gebe – und dass US-Produkte dorthin auch exportiert würden. Umfragen unter US-Verbrauchern haben deutlich gezeigt, dass auch sie sich ein Ende der Intransparenz bei Gentechnik-Bestandteilen im Essen wünschen.

Consumers Union: Untersuchung von ECONorthwest (12.09.14)

Kansas City Infozine: GMO Labeling Will Cost Consumers Less Than a Penny a Day (02.10.14)