Weitere Forderungen gegen Syngenta

14.10.2014 – Nach Cargill fordert ein weiteres Handelsunternehmen vor Gericht Schadensersatz von Syngenta. Zusammen beziffern Trans Coastal Supply Co und Cargill den Schaden auf über 130 Millionen Dollar, so die Agentur Reuters. Hintergrund: Mais aus den USA konnte nicht nach China importiert werden, weil eine unerlaubte Gentechnik-Sorte gefunden worden war.

Die Agrarexporteure machen Syngenta dafür verantwortlich, dass der Mais MIR162 („Viptera“) in den USA vermarktet wurde, ohne dass eine Genehmigung zur Einfuhr nach China vorlag. Behörden wiesen seit 2013 über 1,4 Millionen Tonnen zurück, weil MIR162 zuvor bei Kontrollen festgestellt worden war, beklagt Cargill. Die US-Akteure habe das 2,9 Milliarden Dollar gekostet.

Laut Reuters erklärte Syngenta, man habe zunächst eine Anbaugenehmigung für MIR162 beantragt. Später sei dies dann fallen gelassen worden, um die Importgenehmigung – China braucht große Mengen Mais und Soja als Futtermittel – schneller zu erhalten. Doch die wurde bis heute nicht erteilt. Cargill wirft Syngenta vor, die parallelen Anträge seien ein Fehler gewesen. Mehrere Landwirte haben mittlerweile ebenfalls Klage gegen das schweizerische Gentechnik-Unternehmen eingereicht.

Ag Professional / Reuters: Syngenta confirms it applied to cultivate GMO corn in China (10.10.14)

VLOG: Cargill klagt wegen Gentechnik-Exportstau (17.09.14)