USA: Gentechnikfreier Anbau auf Vormarsch

09.02.2015 - Auch wenn Soja und Mais in den USA größtenteils immer noch von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen stammen – der Anbau ohne Gentechnik nimmt zu. Dafür gibt es handfeste ökonomische Gründe, berichtet das Wall Street Journal.

Denn die Landwirte erhalten für gentechnikfreie Rohstoffe Prämien – die sie angesichts sinkender oder schwankender Agrarpreise gut gebrauchen können. Das Journal berichtet beispielsweise von einem Farmer aus Indiana, der letztes Jahr zum ersten Mal seit 20 Jahren nur gentechnikfreies Soja angebaut habe – weil er von Händlern, die an asiatische Futtermittelhersteller liefern, fast 14 Prozent mehr bekomme.

Die Zeitung beruft sich auch auf Saatguthändler wie Beck’s Hybrids oder Prairie Hybrids, deren gentechnikfreies Sortiment starke Wachstumsraten verzeichnet. In Illinois und Nebraska hätte die Fläche mit Gentechnik-Soja im letzten Jahr leicht abgenommen, so der Bericht. Gleichzeitig steigt die Verbrauchernachfrage nach Lebensmitteln ohne Gentechnik – die Marktforschungsfirma Nielsen NV ermittelte einen Anstieg um 15 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Allein das Non-GMO Project liegt laut eigenen Angaben bei einem Jahresumsatz von 8,5 Milliarden Dollar.

Wall Street Journal: Fields of Gold: GMO-Free Crops Prove Lucrative for Farmers (02.02.15)

Agrar Heute: USA: Farmer setzen wieder auf gentechnikfreies Saatgut (06.02.15)

VLOG: Non-GMO in USA boomt (06.01.15)