WWF-Einkaufsratgeber zu Fleisch

12.05.15 - Die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland hat einen Ratgeber zum Fleischeinkauf vorgestellt. Demnach verfehlen 90 Prozent der Fleischwaren „die Mindestanforderungen an ökologische Nachhaltigkeit“ - unter anderem wegen des Einsatzes von gentechnisch verändertem Soja als Tierfutter.

Dem Verband geht es nicht um komplett vegetarische Ernährung: Fleisch sei ein „wertvolles Lebensmittel“. Jedoch gäbe es viele Probleme für Umwelt und Nutztiere. „Meistens landet gentechnisch verändertes Soja in den Futtertrögen. Soja wird überwiegend in Monokulturen angebaut, mit negativen Umweltauswirkungen. Hinzu kommen der Einsatz von Pestiziden oder die Verunreinigung des Grundwassers“, heißt es im Ratgeber.

Nur wenige der in Deutschland angebotenen Produkte erfüllten das Minimum, das aus Sicht der WWF eine verträgliche Herstellung ausmacht. „Als insgesamt empfehlenswert werden Bio- oder Neuland-Produkte, Weide- und Wildfleisch eingestuft. Zusammen erreichen sie jedoch nicht einmal zehn Prozent Marktanteil.“ Neuland-Fleisch gilt gegenüber Bio als „zweite Wahl“, da es zwar „auf Gentechnikfreies Soja und heimische Futtermittel“ zurückgreife, Pestizide und Düngemittel aber erlaubt blieben. Von konventionellem Fleisch rät der WWF ab.

WWF: Einkaufsratgeber Fleisch