Kaum Gentechnik im Saatgut

24.11.2015 – Bei den amtlichen Saatgut-Kontrollen in Deutschland wurden im vergangenen Analysejahr kaum Verunreinigungen mit GVO festgestellt. Das teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit letzte Woche mit.

Von Oktober 2014 bis Ende September dieses Jahres wurden demnach 857 Saatgut-Proben genommen und im Labor untersucht. 90 Prozent der Proben entfielen auf Mais und Raps, bei denen wegen des Imports der Körner aus Nord- und Südamerika Verunreinigungen besonders wahrscheinlich sind. Fündig wurden die Behörden der Bundesländer jedoch nur bei sechs Maisproben (1,4%; im Vorjahr: 1,6%) sowie einer von 20 Sojaproben (5%; im Vorjahr: 11%). Bei Raps waren alle Befunde negativ.

Neben diesen drei Kulturarten, die in den USA, Kanada, Brasilien oder Argentinien häufig gentechnisch verändert auf dem Acker wachsen, untersuchten die Ämter auch Saatgut von Kartoffeln, Senf, Zuckerrüben, Tomaten, Zucchini und roten Rüben – allerdings in viel geringerem Umfang, da Gentechnik bei diesen Kulturen kaum eine Rolle spielt.

BVL: Gentechnik und Saatgut - Ergebnisse der Überwachung durch die Bundesländer im Analysejahr 2015 (19.11.15)