Breite Mehrheit will keine Gentechnik

28.04.2016 – Viele Umfragen haben es schon gezeigt, eine weitere bestätigt es nun erneut: eine breite Mehrheit der Verbraucher in Deutschland will keine Gentechnik – weder auf dem Feld, noch auf dem Teller, noch im Tierfutter. Auch vermeintlich niedrigere Preise durch Gentech-Einsatz können daran nichts ändern.

So finden es 67 Prozent nicht gut, wenn durch „gentechnische Verfahren in der Landwirtschaft die Lebensmittelpreise sinken“. 79 Prozent lehnen die Fütterung von Nutztieren mit transgenen Pflanzen ab, zeigt die noch weitere Themen umfassende „Naturbewusstseinsstudie 2015“ des Umweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz, für die 2.000 Menschen befragt wurden.

62 Prozent halten die Annahme für falsch, Gentechnik sei wichtig, um Hunger zu lindern. Nur ein Viertel hat „kein Problem damit gentechnisch veränderte Lebensmittel zu essen“. 75 Prozent finden, „der Mensch hat kein Recht, Pflanzen und Tiere gezielt gentechnisch zu verändern“.

Die Bürger akzeptierten gentechnisch veränderte Pflanzen „zu Recht“ nicht, äußerte sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zu den Ergebnissen.

BMUB/BfN: Naturbewusstseinsstudie 2015

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