Bürokratie-Abbau für deutsch-österreichischen Handel

05.07.2016 - Ob „Ohne Gentechnik“ in der grünen Raute, ob „Ohne genTechnik hergestellt“ im dunkelgrünen Rechteck - das deutsche und das österreichische Siegel signalisieren beide: auf gentechnisch veränderte Futterpflanzen wird verzichtet. Nun sind die vorgeschriebenen Kontrollen offiziell als gleichwertig anerkannt.

Darauf haben sich der Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG) und sein österreichisches Pendant, die ARGE Gentechnik-frei, geeinigt. Kontrollen werden damit ab 01.07. beiderseits der Alpen akzeptiert, einmal überprüfen lassen reicht also. Für die Unternehmer sinken dadurch Aufwand und Kosten.

„Mit dieser neuen Regelung können Betriebe, die ihre Produkte zwischen Österreich und Deutschland exportieren und in jedem Land das nationale und bei den Konsumenten bekannte ‚Ohne Gentechnik’-Kontrollzeichen verwenden wollen, auf pragmatische und unbürokratische Art und Weise beide Märkte bedienen. Wir sind überzeugt, dass wir damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Harmonisierung vereinbart haben“, erklärten VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting und ARGE Gentechnik-frei Geschäftsführer Florian Faber beim Abschluss der Erklärung.

Geringfügig unterschiedliche Anforderungen können aktuell noch Zusatzerklärungen zur Anerkennung als deutsches oder österreichisches "Ohne Gentechnik" Produkt nötig machen: Diese bestehenden Unterschiede - zum Beispiel bei der Zeit, die Tiere mit gentechnisch unverändertem Futter gefüttert werden müssen, bevor die Kennzeichnung genutzt werden darf - sollen jedoch künftig weiter verringert werden.

Arge Gentechnikfrei / VLOG: Gegenseitige Anerkennung von Produktion und Kontrolle