Freiwillige Kennzeichnung gestoppt

22.03.2016 – In den USA ist die von Washington und dem Abgeordnetenhaus vorgeschlagene freiwillige Gentechnik-Kennzeichnung vorerst gestoppt worden. Im Senat fand der Gesetzentwurf letzte Woche nicht die nötige Mehrheit. Dadurch können in einzelnen Bundesstaaten Labels für Gentechnik-Zutaten in Lebensmitteln eingeführt werden. Den Anfang macht im Juli Vermont.

Der vom Senat ausgebremste Entwurf hätte bedeutet, dass eine freiwillige Kennzeichnung von Gentech-Pflanzen in der Produktion zwar möglich gewesen wäre. Verpflichtende Transparenz, wie sie sich Vermont und eine Reihe von anderen Bundesstaaten wünschen – und wie sie in der EU und vielen Ländern weltweit vorgeschrieben ist – wäre damit allerdings verhindert worden.

Organisationen wie das Center for Food Safety, Friends of the Earth oder die Koalition Vermont Right to Know GMOs bejubelten deshalb die Entscheidung. In Vermont könnte im Sommer das erste bundesstaatliche Kennzeichnungsgesetz in Kraft treten. Wichtige Player der Lebensmittelindustrie haben letztes Jahr dagegen geklagt – sie befürchten höhere Kosten und einen Flickenteppich verschiedener Vorschriften. Ihre Klage wurde allerdings abgelehnt. Das Berufungsverfahren läuft noch, kann nach Ansicht von Beobachtern wie dem Food Navigator USA aber nicht mehr verhindern, dass das Gesetz Gültigkeit erlangt und damit vorerst befolgt werden muss.

Vermont Right To Know GMOs: Another victory for consumers and VT’s labeling law! (16.03.16)

Center for Food Safety: Victory! Latest Industry Effort to Block GMO Food Labeling Defeated in Senate (16.03.16)

GMA: Legal Challenge to Vermont’s Mandatory Labeling Law

Food Navigator USA