Mehr gentechnik-freie Milch bei Arla und Aldi

24.05.2016 – Die Molkereigenossenschaft Arla könnte Milchbauern künftig einen Cent mehr pro Liter Milch zahlen, wenn diese ohne Gentechnik-Futter erzeugt wurde. Das berichten das dlz Agrarmedizin und die agrarzeitung unter Berufung auf Manager. Arla reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach gentechnikfreien Produkten vor allem seitens deutscher Supermärkte.

„Innerhalb der kommenden zwölf Monate liegt unser unmittelbarer Bedarf bei bis zu einer Milliarde Kilogramm dieser Milch. Wir erwarten, dass wir dazu in der Lage sein werden, pro Kilogramm Milch einen Eurocent zusätzlich zu zahlen“, zitiert das dlz agrarmagazin den Vorstandvorsitzenden Peder Tuborgh. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Åke Hantoft äußerte sich gegenüber der agrarzeitung in diese Richtung. Er sagte aber auch: „Wir verschließen uns nicht vor der Gentechnik und werden die wissenschaftliche Forschung weiterhin hinsichtlich der Vor- und Nachteile der Gentechnik beobachten.“

Die hohe Nachfrage nach Molkereiprodukten aus gentechnik-freier Herstellung in Deutschland zeigt sich unter anderem daran, dass erst diesen Monat die größte Molkerei des Landes, DMK Deutsches Milchkontor GmbH, Mitglied im Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG) geworden ist. Auch die Arla Deutschland GmbH gehört nun dazu. Damit sind sechs der zehn größten Molkereien inzwischen VLOG-Mitglied oder Nutzer des „Ohne GenTechnik“-Siegels. In immer mehr Supermärkten finden sich Milcherzeugnisse mit dem grünen Siegel, das der VLOG im Auftrag der Bundesregierung vergibt.

Ein größeres Angebot an gentechnik-freier Milch gibt es künftig auch bei ALDI Nord in Schleswig-Holstein. Unter der Eigenmarke „Meierkamp“ vertreibt der Discounter eine Weidemilch mit dem „Ohne GenTechnik“-Siegel.

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