Genfood – das Verbraucherthema Nummer 1

25.04.2017 - Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind das bekannteste Gesundheits- und Verbraucherthema in Deutschland – und sie beunruhigen die Menschen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Im BfR-Verbrauchermonitor gaben 93 Prozent der Befragten an, von gentechnisch veränderten Lebensmitteln gehört zu haben. Damit lag Genfood vor Antibiotikaresistenzen mit 88 Prozent und Pestizidrückständen mit 82 Prozent Bekanntheitsgrad.

Die Frage, ob das Thema gentechnisch veränderte Lebensmittel sie beunruhige, bejahten 56 Prozent der Befragten. Nur Antibiotikaresistenten mit einem Wert von 59 Prozent sorgen bei den Verbrauchern für noch mehr Unruhe. Andere spezifische Schadstoffthemen wie Mineralölrückstände, Glyphosat oder Acrylamid in Lebensmitteln lösten deutlich weniger Besorgnis aus.

Das BfR lässt seinen Verbrauchermonitor seit 2014 jährlich erstellen. In diesem Jahr hatte das BfR erstmals nach der Bekanntheit des Themas „gentechnisch veränderte Lebensmittel“ gefragt, das sich dabei prompt als bekanntestes Thema entpuppte. Die Beunruhigung beim Stichwort „gentechnisch veränderte Lebensmittel“ wurde schon in den letzten Jahren abgefragt. Hier ist der Prozentsatz gegenüber 2016 etwas zurückgegangen – wie bei allen anderen Themen der Lebensmittelsicherheit auch. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass derzeit andere Themen im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen und den Menschen Sorgen machen.

Der Prozentsatz der durch gentechnisch veränderte Lebensmittel beunruhigten Menschen ist auch etwas niedriger als die Zahl der Menschen, die in anderen Umfragen Gentechnik in Lebensmitteln ablehnen. Dies könnte daran liegen, dass das BfR gezielt nach der Lebensmittelsicherheit fragt. Sehr viele Verbraucher lehnen die Gentechnik aber auf Grund der ökologischen Risiken ab, oder weil sie befürchten, dass einige wenige Agrarakonzerne unsere Nahrungsmittelproduktion zunehmend dominieren.

Der BfR Verbrauchermonitor 2017

VLOG: Breite Mehrheit will keine Gentechnik (28.04.2016)