Gentechnikfreie Regionen fordern internationales GVO-Register

12.09.2018 – Das europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen hat in einer Deklaration gefordert, ein internationales Register gentechnisch veränderter Organismen (GVO) einzurichten. Dort sollen auch alle Pflanzen und Tiere eingetragen werden, deren Erbgut mit Hilfe von Gentechnik-Scheren wie CRISPR/Cas manipuliert wurde. Als passenden Rahmen dafür schlug das Netzwerk das internationale Abkommen über biologische Vielfalt vor, in dem bereits eine dafür geeignete Datenbank existiert.

 

Die Bundeslandwirtschaftsministerin will das EU-Gentechnikrecht ändern

11.09.2018 – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hält die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über Gentechnik-Scheren wie CRISPR/Cas für falsch und zieht eine Änderung des EU-Gentechnikrechts in Betracht. Dies geht aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters hervor.

Erklärung zur Anpassung der Regelung zur Nutzung dual eingesetzter Futtermischwägen

05.09.2018 – Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) hat nach intensiver Beratung die Meinung von Experten aus der Praxis zu den dual genutzten Futtermischwägen aufgegriffen und seine Regelung zu diesem Thema angepasst. Unter dualer Nutzung ist der Einsatz des Mischers für VLOG Futtermittel/kennzeichnungsfreie (nach EG VO 1829/2003 und 1830/2003) Futtermittel einerseits und kennzeichnungspflichtige GVO-Futtermittel andererseits zu verstehen.

Behörde räumt ein: Cibus-Raps ist eine Gentechnik-Pflanze

27.08.2018 – Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu neuen gentechnischen Verfahren hat zu einer ersten praktischen Konsequenz geführt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat eingeräumt, dass der herbizidtolerante Raps der Firma Cibus als gentechnisch veränderter Organismus (GVO) zu betrachten ist. Gleichzeitig nahm die Behörde ihren Bescheid vom 5. Februar 2015 zurück, mit dem sie feststellt hatte, dass dieser Raps kein gentechnisch veränderter Organismus im Sinne des Gentechnikgesetzes sei.

Neue "Ohne Gentechnik"-Zertifizierung bei Futtermittel

Berlin, 09.08.2018 – Der Standardgeber GMP+ und der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) vereinbaren erstmals eine Zusammenarbeit bei der Kontrolle von gentechnikfreien Futtermitteln. In enger Abstimmung mit dem VLOG hat GMP+ ein Modul für die Gentechnikfrei-Zertifizierung im Bereich Futtermittel geschaffen. Der VLOG erkennt die GMP+ Futtermittel-Zertifizierung MI 105 „GMO Controlled“ als gleichwertig zu einer Zertifizierung nach VLOG-"Ohne Gentechnik"-Produktions- und Prüfstandard an. Die Vereinbarung gilt ab dem 1. August 2018.

Das EuGH-Urteil zu CRISPR/Cas stärkt das Vorsorgeprinzip

27.07.2018 – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass neue gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas und die damit erzeugten Pflanzen und Tiere ohne Ausnahme unter das EU-Gentechnikrecht fallen. In ihrer Begründung betonen die Richter das Vorsorgeprinzip und stellen klar, wie das Gentechnikrecht zu interpretieren ist.

Kommentar zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur rechtlichen Einstufung von neuen Verfahren der Pflanzenzucht

25.07.2018 – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in der Rechtssache C‑528/16 ein Urteil gefällt. Danach gelten Pflanzen, die durch Mutagenese mit neuen Pflanzenzuchtverfahren wie z.B. CRISPR/Cas hergestellt wurden als gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Sie müssen wie andere GVO auch, vor Vermarktung ein Zulassungsverfahren durchlaufen und daraus hergestellte Lebens- und Futtermittel müssen als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden.

Genome Editing in Pflanzen lässt sich nachweisen

16.07.2018 – Wird mit Gentechnik-Scheren wie CRISPR/Cas in das Erbgut von Pflanzen eingegriffen, hinterlässt das nachweisbare Spuren. Dadurch könnten Pflanzen überwacht werden, die mit Hilfe der als Genome Editing bezeichneten neuen gentechnischen Verfahren hergestellt wurden. So steht es in einem Bericht deutscher Behördenvertreter über eine Tagung zur Biosicherheit gentechnisch veränderter Organismen (GVO).

Vier Fünftel der Deutschen lehnen Agrogentechnik ab

13.07.2018 –  „Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft wird verboten.“ Dieser Aussage stimmten in der Studie Naturbewusstsein 2017 des Bundesumweltministeriums 79 Prozent der 2000 befragten Deutschen zu. „Damit bewegt sich die grundsätzliche Zustimmung für ein Verbot gentechnisch veränderter Organismen seit Jahren relativ stabil auf hohem Niveau“, heißt es in der Studie.

Lebensmittelhandel fordert klare Regulierung der Neuen Gentechnik

11.07.2018 – Führende Lebensmittelhändler aus Deutschland und Österreich wie Edeka, Lidl, Rewe und SPAR haben an die EU-Kommission appelliert, die Verfahren der Neuen Gentechnik und die daraus entstehenden Produkte nach EU-Gentechnikrecht als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) einzustufen und entsprechend zu regulieren.

Gentechnische Verunreinigung in kanadischem Weizen aufgetaucht

27.06.2018 - In der kandischen Provinz Alberta ist gentechnisch veränderter Weizen gefunden worden. Japan und Südkorea haben daraufhin Weizenimporte aus Kanada vorerst gesperrt. Die kanadischen Behörden sprechen von einem lokalen Einzelfall und geben Entwarnung.

Frankreichs Parlament will Gentechnik in tierischen Lebensmitteln kennzeichnen

13.06.2018 - Die französische Nationalversammlung hat eine Regelung beschlossen, wonach tierische Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen, wenn die Tiere zuvor mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) gefüttert wurden. Die Regierung lehnt den Vorstoß allerdings ab.

Rekordumsätze mit „Ohne GenTechnik“-Siegel

06.06.2018 – Die Lebensmittelhersteller werden 2018 für sieben Milliarden Euro Waren mit "Ohne GenTechnik"-Siegel an den Lebensmittelhandel verkaufen. Gegenüber den Umsätzen in 2017 bedeute das eine Steigerung von 27 Prozent, meldete der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). „Die fulminante Entwicklung des ’Ohne GenTechnik‘-Siegel ist Zeichen des großen Vertrauens der Verbraucher und des Lebensmitteleinzelhandels in das Qualitätssiegel“, kommentierte VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting die Zahlen.

GMP+ stellt Gentechnikfrei-Standard für Futtermittel vor

24.05.2018 - Der internationale Agrarstandard GMP+ hat einen Standard für die Zertifizierung gentechnikfreier Futtermittel erarbeitet und zur Konsultation vorgestellt. Bis 4. Juni 2018 können Interessierte den Vorschlag kommentieren, danach wird GMP+ die endgültige Fassung erstellen. Die Organisation begründete ihr Engagement damit, dass Unternehmen in der Futtermittel-Wetschöpfungskette in zunehmendem Maße mit Nachfragen des Marktes nach gentechnikfreien Futtermitteln konfrontiert würden. Der neue Standard sei in enger Absprache mit Futtermittelherstellern in Deutschland, Polen und den Niederlanden sowie Experten des Verbandes Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG) entstanden, schreibt GMP+. Für den VLOG als Partner habe man sich entschieden, weil dessen Ohne Gentechnik Standard Maßstäbe in Teilen Europas gesetzt habe.

Jeder zweite Liter Milch in Deutschland ist gentechnikfrei

23.05.2018 - Knapp die Hälfte der in Deutschland erzeugten Milch ist gentechnikfrei. Das teilte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI mit. „Ohne Gentechnik“habe sich mittlerweile, insbesondere bei den Handelsmarken fast schon zum Standard entwickelt, schreibt die AMI in einer Analyse zum Konsummilch-Markt.

USA: Gentechnik soll gekennzeichnet werden – mit QR-Code

17.05.2018 - Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, wie künftig in den USA gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden sollen. Verbraucherorganisationen kritisierten die Vorlage, weil die Informationen nicht auf der Verpackung stehen müssen, sondern hinter einem QR-Code versteckt werden können.

Verunreinigungen in Ohne-Gentechnik-Lebensmitteln sind selten

02.05.2018 - In Lebensmitteln, die als ‚Ohne Gentechnik’ oder ‚Bio’ gekennzeichnet sind, finden sich deutlich weniger Spuren gentechnischer Verunreinigungen als in herkömmlichen Lebensmitteln. Das ergab der vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg (CVUA) vorgelegte Bericht Gentechnik und Lebensmittel 2017 mit Messergebnissen aus Baden-Württemberg.

Ausweitung der "Ohne Gentechnik"-Zertifizierung auf Aquakultur

25.04.2018 – GLOBALG.A.P. und der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) vereinbaren erstmals eine enge Zusammenarbeit bei der Kontrolle von gentechnikfreien Produktionssystemen. In enger Abstimmung mit dem VLOG hat GLOBALG.A.P. ein NON-GM Add-on Modul für die Zertifizierungsbereiche Futtermittel, Aquakultur und Landwirtschaftliche Nutztiere geschaffen. Der VLOG erkennt eine GLOBALG.A.P. Zertifizierung zusammen mit diesem Add-on als gleichwertig zu einer Zertifizierung nach VLOG-"Ohne Gentechnik"-Produktions- und Prüfstandard an.

Ohne Gentechnik - Siegel wird immer bekannter

27.03.2018 - „Der größte Gewinner in Sachen Bekanntheit ist das Ohne-Gentechnik-Siegel mit einem satten Plus von 21,8 Prozent im Vergleich zu 2016“. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher des Unternehmens Splendid Research in ihrer Studie Gütesiegel-Monitor 2018. Sie erklären den „krassen Anstieg“ mit der politischen Kontroverse um das Thema Gentechnik. Das Siegel befasse sich mit einem Thema, das die Verbraucher bewege.

Futtermittelhersteller drängen auf EU-weite „Ohne Gentechnik“-Regelung

16.03.2018 - Der europäische Verband der Mischfuttermittelhersteller FEFAC hat die EU-Kommission gebeten, einheitliche Regeln für eine Auslobung von Futtermitteln und damit hergestellter tierischer Produkte als ‚Ohne Gentechnik’ zu erarbeiten. Der Verband begründete dies mit der wachsenden Bedeutung dieses Marktsegments. Der VLOG begrüßte den Vorstoß.

EU-Rechtsexperte: Gentechnikrecht gilt auch für CRISPR/Cas

01.03.2018 - Die neuen Gentechnik-Verfahren fallen eindeutig unter den Geltungsbereich der EU-Freisetzungsrichtlinie 2001/18. Zu diesem Ergebnis kommt der EU-Rechtsexperte Professor Dr. Ludwig Krämer in einem Gutachten für den Verein Testbiotech. Krämer arbeitete bis 2004 in der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission und war an der Formulierung der EU-Gentechnikgesetze beteiligt. Der Rechtsprofessor widerspricht in seinem Gutachten deutlich der Position des Generalanwaltes am Europäischen Gerichtshof.

In den USA kommen Genome-Editing-Pflanzen ohne Tests auf den Acker

23.02.2018 - In den USA dürfen immer mehr Pflanzen, die mit Hilfe von Genome Editing-Methoden wie Crispr/Cas manipuliert wurden, ohne Zulassung als gentechnisch veränderter Organismus (GVO) vermarktet werden. Der Entwickler einer Pflanze muss lediglich der zuständigen Behörde APHIS im US-Landwirtschaftsministerium darlegen, mit welchem Verfahren er welche Änderungen im Erbgut hervorgerufen hat. APHIS entscheidet nach Aktenlage binnen Wochen darüber, ob die Pflanze eine Zulassung braucht oder nicht. 59 solcher Anfragen sind inzwischen bei der Behörde eingegangen, die meisten der letzten zwei, drei Jahre betrafen durch Genome Editing veränderte Pflanzen. In den wenigsten Fällen bestand die Behörde auf einer Zulassung nach dem US-Gentechnikrecht.

Gentechnik im Koalitionsvertrag: VLOG sieht kleine Fortschritte

08.02.2018 - Der von CDU/CSU und SPD ausgehandelte Koalitionsvertrag enthält auf Seite 84 auch einen kurzen Passus zum Thema Gentechnik. Aus Sicht des VLOG können die Formulierungen kleine Fortschritte bringen – wenn sie entsprechend umgesetzt werden.

EuGH: Generalanwalt billigt Ausnahmen für Genome Editing

29.01.2018 - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wird in diesem Jahr darüber entscheiden, inwieweit neuartige gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas rechtlich als Gentechnik zu werten sind. Im Zuge des Verfahrens hat nun der Generalanwalt seine Stellungnahme abgegeben. Ihr Tenor: Alles was theoretisch mit herkömmlicher Züchtung erreichbar wäre, darf im Labor auch mit gentechnischen Verfahren gemacht werden und gilt dennoch nicht als Gentechnik. Meist folgen die EuGH-Richter dem Generalanwalt in ihrer Argumentation. In diesem Fall wäre das für die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft fatal.

Lidl lässt gentechnikfreies Soja anbauen

24.01.2018 - Der Discounter Lidl hat eine Soja-Initiative gestartet, um die Menge an gentechnikfreien Futtermitteln zu erhöhen. Damit will das Handelsunternehmen seine Lieferanten in die Lage versetzen, langfristig nur noch zertifiziert nachhaltiges und gentechnikfreies Soja als Futtermittel für die Erzeugung von Schweine- und Rindfleischprodukten einzusetzen.

DMK: Spitzenreiter bei gentechnikfreier Milch

10.01.2018 - Das Deutsche Milchkontor (DMK) hat den Anteil an gentechnikfreier Milch erheblich ausgeweitet. „Mit 2,3 Milliarden Kilo GVO-freier Milch ist die DMK Group zum größten Anbieter GVO-freier Milchprodukte in Deutschland und Europa geworden“, sagte DMK-Chef Ingo Müller der Deutschen Presse-Agentur. Die hohe Menge sei in 12 Monaten erreicht worden.

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