Nachhaltiges Soja muss gentechnikfrei sein!

Für die Herstellung von sehr vielen Lebensmitteln werden Soja und Sojaderivate verwendet. Das reicht von der Schokolade, die fast immer Soja-Lezithin als Emulgator enthält, bis hin zu den tierischen Produkten, bei denen Sojaschrot im Tierfutter landet. Vor allem die eingesetzten Sojabohnen im Tierfutter sind oft gentechnisch verändert, sie gehören zu den meistverwendeten GVO-Nutzpflanzen. Doch ihr Einsatz ist mit erheblichen Risiken verbunden, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen.

Im September 2010 veröffentlichte eine Gruppe von neun internationalen Wissenschaftlern einen Bericht, der die Gefahren für Gesundheit und Umwelt aufführt, die vom Anbau der Roundup-Ready®-Sojabohne und dem Einsatz des Herbizids Glyphosat (Roundup®) ausgehen. Sowohl die Sojabohne als auch das Totalherbizid werden vom Saatgutkonzern Monsanto vertrieben. Trotz dieser Risiken hat der "Round Table on Responsible Soy" (RTRS), der Runde Tisch für verantwortliche Soja, auch gentechnisch veränderte Soja als nachhaltig zertifiziert. Der VLOG hält dies für irreführend.

Er setzt stattdessen auf die "Basler Kriterien", die bereits 2004 entwickelt wurden. Es handelt sich dabei um einen Kriterienkatalog, der neben der Gentechnikfreiheit viele andere Umwelt- und Sozialstandards vorschreibt. Basierend auf diesen Kriterien hat die Firma Cert-ID den Zertifizierungsstandard ProTerra geschaffen, den der VLOG unterstützt.

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