Allgemein

Müssen mobile Mahl- und Mischanlagen zertifiziert werden?

Nein es gibt keine Pflicht zur Zertifizierung. Allerdings beeinflusst die Zertifizierung die Einstufung der Landwirte in die Risikoklassen von 0 bis 2. Für die Risikoklasse 0 ist eine VLOG Zertifizierung der MMA nötig, welche für Mitglieder einer VLOG-Gruppe ein Auditintervall von 3 Jahren ermöglicht. Liegt keine Zertifizierung vor, beträgt das Auditintervall für Betriebe mit Gruppenzertifizierung 1 oder 2 Jahre. Es müssen zudem auch häufigere Futtermittel-Analysen durchgeführt werden.

Wie wird damit umgegangen, wenn kein Anlagegutachten für die MMA vorliegt?

Als Alternative zum Anlagegutachten reicht auch eine Bestätigung des Herstellers, in der Angaben zur Arbeitsgenauigkeit/Restentleerung/Verschleppung zu finden sind. Diese sollte vom Betrieb angefordert werden, wenn sie nicht eh vorliegt. Wird die Anlage nachgewiesenermaßen nur für VLOG-zertifizierte/kennzeichnungsfreie Ware genutzt kann eine solche Bescheinigung entfallen.

Zählen Futtermischwägen zu den mobilen Mahl- und Mischanlagen?

Nein, Futtermischwägen, welche z.B. zur täglichen Fütterung von Silage und Kraftfutter verwendet werden, zählen nicht zu den mobilen Mahl- und Mischanlagen. MMAs werden nur für trockene Futterbestandteile wie Getreide verwendet.

Probenahme und Analyse

Wie muss das schriftliche Einverständnis zur Probenahme aussehen?

Für dieses Einverständnis gibt es keine Vorlage und sie kann formlos erstellt werden. Es muss eindeutig daraus hervorgehen, um welche Parteien es sich handelt.

Ist eine Beprobung von mitgeführten Futterölen gefordert?

Rückstellproben von Futterölen sind im aktuellen Standard nicht gefordert. Dazu gibt es nur im Abschnitt C 4.6.1.2 den Anspruch: „Verpflichtung zum Einsatz von kennzeichnungsfreien Ölen/Fetten für die „Ohne Gentechnik“-Produktion“. Dies muss von der Zertifizierungsstelle (beispielsweise anhand von Lieferscheinen oder Verpackungen) überprüft werden.

Muss die Beprobung von durch MMA hergestelltes Mischfutter zusätzlich zu der Beprobung von risikobehafteten Einzelfuttermitteln am Wareneingang durchgeführt werden?

Ja, die Beprobung der Futtermischungen muss zusätzlich zur Beprobung der risikobehafteten Futtermittel erfolgen und kann nicht angerechnet werden. Bei der Beprobung der Futtermischung geht es darum, dass z.B. durch eine fehlerhafte Reinigung von vorherigen Betrieben GVO eingetragen werden können.

Wenn Proben von risikobehafteten Einzelfuttermitteln und von Mischfutter aus MMAs gezogen wurden, welche Probe muss dann analysiert werden?

Pro Auditintervall muss mindestens eine Probe eines MMA Mischfutters analysiert werden. Es ist immer das Mischfuttermittel mit dem höchsten Risiko zu beproben (orientiert an der betriebseigenen Risikoanalyse).