Muss die VLOG-Kennzeichnung auch auf dem Umkarton des ausgelobten Artikels erfolgen?

Wenn die Produkte als solche eindeutig als „Ohne Gentechnik“ gekennzeichnet sind, muss nicht zwingend auf dem Umkarton eine Kennzeichnung mit dem „Ohne GenTechnik“-Siegel erfolgen.
Die Identifizierbarkeit / Trennung kann z.B. auch über folgende Maßnahmen gewährleistet werden:
- eine eindeutige Produktnummer, der die Qualität „Ohne Gentechnik“ im EDV-System zugeordnet ist
- Palettenkennzeichnung als „Ohne Gentechnik“
- definierte Palettenfarbe als „Ohne Gentechnik“.

Kann das "Ohne GenTechnik"-Siegel oder "VLOG geprüft"-Siegel auf Lieferscheinen oder anderen Dokumenten verwendet werden?

Das "Ohne GenTechnik"-Siegel oder "VLOG geprüft"-Siegel kann auf Lieferscheinen oder unternehmensinternen Dokumenten verwendet werden, wenn das Unternehmen einen Zeichennutzungsvertrag mit dem VLOG abgeschlossen hat.

Ist eine "Mit Gentechnik" Kennzeichnung nicht viel besser als ein "Ohne GenTechnik" Siegel?

Der VLOG befürwortet eine Ausweitung der EU Kennzeichnungsverordnung für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Der wichtigste Grund, warum es in Deutschland eine "Ohne Gentechnik" Kennzeichnung gibt, ist weil die EU "Mit Gentechnik" Kennzeichung große Lücken aufweist. So müssen in der EU Milch, Eier und Fleisch nicht als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden, auch wenn die Tiere gentechnisch veränderte Pflanzen gefressen haben. Derzeit gibt es keine Mehrheit in Brüssel dieses Gesetz zu ändern. Selbst wenn sich die Stimmung in der EU Kommission ändern sollte, dauert es Jahre, bis ein neues Gesetz in Kraft tritt. Bis eine erweiterte "Mit Gentechnik" Kennzeichnung verpflichtend ist, stellt die freiwillige "Ohne Gentechnik" Auslobung eine sinnvolle Alternative für Verbraucher dar.

Was bedeutet die "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung?

Lebensmittel mit dieser Kennzeichnung dürfen weder selbst genetisch veränderten Organismen (GVO) sein, noch diese enthalten oder daraus hergestellt werden. Bei der Herstellung dürfen außerdem keine durch GVO produzierten Komponenten verwendet worden sein.
Bei tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milch oder Eiern sowie bei Lebensmitteln, die tierische Produkte enthalten, gilt zusätzlich: Sie dürfen die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" nur dann tragen, wenn auch die Tiere selbst innerhalb strenger Fristen nicht mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden.

Wie stehen Verbraucherorganisationen, Umweltverbände und ökologische Lebensmittelwirtschaft zur "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung?

Die Verbraucherorganisationen begrüßen die neue Wahlfreiheit für Konsumenten. Endlich können Verbraucher selbst wählen, ob sie den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen unterstützen wollen oder nicht. Man hofft auf einen Boom der "Ohne Gentechnik"-Produkte und den Rückgang des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen, wenn die Bevölkerung, die die Gentechnik mehrheitlich ablehnt, entsprechend einkauft.
Aus demselben Grund begrüßen auch die Umweltorganisationen die Kennzeichnung. Sie sehen vor allem die Gefahren für Biodiversität und Ökosysteme, die vom Anbau der gentechnisch veränderten Pflanzen ausgehen.
Auch für die ökologische Lebensmittelwirtschaft stellt die Kennzeichnung einen Fortschritt dar: Bio-Produkte werden immer ohne Gentechnik hergestellt. Je weniger gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, desto geringer sind die Gefahren von Verunreinigungen. Der Aufwand für Tests und Sicherheitsmaßnahmen würde sich verringern. Eine Stellungnahme von Umwelt- und Verbraucherverbänden finden Sie hier.

Warum ist die "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung wichtig?

Für Milch, Eier und Fleisch besteht keine Kennzeichnungspflicht, auch wenn die Tiere gentechnisch verändertes Futter gefressen haben. Die meisten gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit werden jedoch zu Tierfutter verarbeitet.
Mit der "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung können Hersteller dem Verbraucher transparent machen, wenn sie auf gentechnisch veränderte Pflanzen im Lebensmittel selbst und bei den Futtermitteln verzichtet haben. Verbraucherinnen und Verbraucher haben so die Möglichkeit, sich durch ihr Kaufverhalten für eine gentechnikfreie Landwirtschaft einzusetzen.