Verfügbarkeit von gentechnikfreien Rohwaren

Es ist zu unterscheiden zwischen den Zusatzstoffen (1), die bei der Herstellung eines Lebensmittels oft nur in geringen Mengen eingesetzt werden, und den Agrarrohstoffen für die Mischfutterherstellung (2), die in großen Mengen, überwiegend als Schüttgut, aber auch in Containern, am Markt zur Verfügung stehen.

Gentechnikfreie Zusatzstoffe für die Lebensmittelherstellung

Bei manchen Lebensmitteln scheint es kompliziert, gewisse Rezepturkomponenten zu finden, die den Kriterien der "Ohne Gentechnik"-Auslobung entsprechen. An dieser Stelle verweisen wir gerne auf Informationsplattformen, die Lieferquellen für diese Rohstoffe nennen.

Gentechnikfreie Rohwaren für die Mischfutterherstellung

Gentechnikfreie Rohwaren für die Mischfutterherstellung sind trotz immer wieder anderslautender Verlautbarungen in ausreichender Menge vorhanden. Zwar trifft es zu, dass es in einigen Regionen Deutschlands mitunter etwas beschwerlich ist, vor allem gentechnikfreies Sojaschrot zu beziehen. Doch das Problem liegt allenfalls bei den regionalen Lieferanten und ihrer Logistik (Transport und Lagerung). Oftmals liefert der regionale Landhandel auch Mengen unter 25 t (= 1 LKW). Aber auch große eingeführte Rohwarenlieferanten halten häufig auch gentechnikfreie Ware vor. Wir unterstützen deshalb Bemühungen mithilfe von neuen, oftmals kleineren (und daher flexibleren) Handelspartnern neue Warenstromketten aufzubauen.

Arten von Bezugsquellen von Sojaschrot

Zusammengefasst, gibt es fünf Arten von Bezugsquellen von gentechnikfreiem Sojaschrot:

  • Regionaler Landhandel
  • Mischfutterhersteller, die Schrotware auch „durchhandeln“
  • Importeure (z.B. Agravis, BayWa usw.)
  • Bestimmte in Europa ansässige Ölmühlen
  • Makler

Generelle Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Sojaschrot

Nach Angaben unserer beiden Kooperationspartner Cert ID und AgroTrace gibt es ausreichend gentechnikfreies Sojaschrot: Nachfragebedingt seien in den vergangenen Jahren zwischen etwa 3,5 und 5,5 Mio. t aus der Sojaernte Brasiliens chargenbezogen als Non-GMO (max. 0,1% GVO-Gehalt) zertifiziert worden. Nennenswert mehr könnten es sofort werden, wenn diese Menge frühzeitig genug nachgefragt würde. Da Brasilien der zweitgrößte Sojaproduzent weltweit ist, ist das Potential zur Zeit weit über sechs Millionen Tonnen Sojaschrot - ein Volumen, das bei gesteigerter Nachfrage durchaus ausbaufähig ist.

Die Non-GMO Schrotware aus Brasilien ist nahezu vollständig chargenbezogen zertifiziert nach dem Non-GMO-Standard sowie nach dem ProTerra-Standard (Gentechnikfreiheit und Nachhaltigkeit nach den Basler Kriterien für verantwortungsbewussten Soja-Anbau). In Europa angebaute Sojabohnen sind mit 120.000 t nach dem Donau Soja-Standard zertifiziert. Der Donau Soja-Verein (www.donausoja.org) erteilt gerne Auskunft über Bezugsquellen von Donau Soja-zertifizierter Schrotware zu Fütterungszuwecken.

 

 

Cert ID ist Weltmarktführer im Bereich der Zertifizierung von chargenbezogenen („Hard IP“) gentechnikfreien Rohwaren. AgroTrace ist ein international tätiges Maklerunternehmen.

Die VLOG-Mitgliedsunternehmen unterstützen Sie, wenn Sie Schwierigkeiten bei der Beschaffung von gentechnikfreiem Sojaschrot haben sollten. Gerne vermitteln wir entsprechende Anfragen.

NEUE SIEGELNUTZER / MITGLIEDER

Feneberg Lebensmittel GmbH

Die Feneberg Lebensmittel GmbH ist neuer Siegelnutzer und kann Schweinefleisch und Rindfleisch mit dem "Ohne GenTechnik" Siegel kennzeichnen.

Geflügelhof Wittmer GmbH

Die Geflügelhof Wittmer GmbH ist neuer Siegelnutzer und kann Eier mit dem "Ohne GenTechnik" Siegel kennzeichnen.

Südbayerische Fleischwaren GmbH

Die Südbayerische Fleischwaren GmbH ist neuer Siegelnutzer und kann Wurstwaren mit dem "Ohne GenTechnik" Siegel kennzeichnen.

Frischpack GmbH

Die Frischpack GmbH ist neuer Siegelnutzer und kann Käse mit dem "Ohne GenTechnik" Siegel kennzeichnen.

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