Ausgabe 02/16 .:. VLOG-Newsletter

Liebe Leserinnen und Leser,

im letzten Newsletter haben wir Ihnen berichtet, dass die USA als erstes Land überhaupt den Verzehr von Gentechnik-Lachs erlaubt hat. Wann die Verbraucher diesen aber tatsächlich probieren bzw. im Supermarkt links liegen lassen können, bleibt unklar. Die zuständige Behörde hat die Importgenehmigung nämlich vorerst wieder ausgesetzt. Denn es sieht danach aus, dass es für den Fisch doch eine Kennzeichnung geben wird – die nun aber erst erarbeitet werden muss.

Teile der Lebensmittelindustrie könnten der US-Politik zuvorkommen. Den Stein ins Rollen brachte der Suppen- und Fertiggerichthersteller Campbell, der als erster großer Konzern seine Produkte mit Gentechnik-Zutaten kennzeichnen will. Die Unterstützung für Anti-Kennzeichnungskampagnen hat er eingestellt. Gleichzeitig verzeichnen Saatguthändler, die gentechnikfreien Mais führen, steigende Nachfrage.

Doch noch dominieren in Amerika Gentechnik-Sorten bei Mais und Soja. Um unerwünschte Verunreinigungen in Rohstofflieferungen festzustellen, könnten bisherige Testmethoden bald nicht mehr ausreichen. Denn neueren Transgenen fehlt der derzeitige Marker. Europäische Analyse-Dienstleister waren wachsam und haben neue Methoden entwickelt, die ein zuverlässiges Screening versprechen. Auch Saatgut und Ernten müssen regelmäßig überprüft werden – idealerweise sollten dann Ergebnisse herauskommen wie in Baden-Württemberg: dort waren letztes Jahr alle genommenen Proben vom Acker gentechnikfrei.

Das größte Einfallstor für Gentechnik-Pflanzen bleiben hierzulande also Futtermittel aus Übersee. Nicht nur viele Verbraucher wünschen sich deshalb Transparenz darüber, wie die Tiere, deren Fleisch und Milch sie konsumieren, gefüttert wurden. Auch die Mehrheit der Landwirte plädiert für eine Erweiterung der Kennzeichnungspflicht, wie eine neue Umfrage des forsa-Instituts belegt.

Für eine alternative, gentechnikfreie Fütterung steht genug Soja zur Verfügung, wie die Zahlen von ProTerra und Donau Soja zum vergangenen Jahr zeigen. Demnach stammte 17 Prozent der weltweiten Ernte von nicht-gentechnischen Pflanzen – allerdings wird nur ein kleiner Teil davon zertifiziert. Dieser legt allerdings rasant zu: um 31 Prozent im Jahr 2015. Treiber ist der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Doch nach oben ist noch viel Luft.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen,

Ihr VLOG-Team

       
   

Verband

 
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Erfolgreiche Grüne Woche 2016

Nach der diesjährigen Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin zieht der VLOG eine positive Bilanz. Erneut konnten wir mit unserem Stand in der Halle des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft 23a viele Verbraucher über das Thema Gentechnik-Kennzeichnung informieren. Auch die Politik war zahlreich vertreten: Landesminister, Staatssekretäre und Mitglieder des Bundestages aller Fraktionen nutzten die Messe, um sich über die aktuelle Marktentwicklung zu informieren und mehr über die Pläne des VLOG zu erfahren. Wie auch in den vergangenen Jahren fanden 10.000 Einkaufstaschen mit "Ohne GenTechnik"-Siegel glückliche Besitzer. Auf unserer Facebook-Seite finden Sie einige Impressionen von unserem Messestand.

 
       
 

Aktualisierung der Glaubhaftmachung

Alle Unterlizenznehmer des "Ohne GenTechnik" Siegels müssen laut Vertrag mit dem VLOG jährlich unaufgefordert glaubhaft machen, dass die Kriterien des EGGenTDurchfG weiterhin eingehalten werden. Je nach Rahmenbedingungen des Lizenznehmers erfolgt dies per Dokumentenprüfung oder aktuellem Zertifikat nach VLOG-Standard. In Kürze verschickt die Geschäftsstelle entsprechende Aufforderung per Mail an die Siegelnutzer, die dieser Verpflichtung noch nicht nachgekommen sind.

 
       
 

Urkunde zur Lizenzvergabe

Auf Wunsch erstellt der VLOG für "Ohne GenTechnik" Siegelnutzer eine Urkunde. Diese gibt Ihnen die Möglichkeit, Kunden auf optisch ansprechende Art und Weise darüber zu informieren, dass Ihnen durch den VLOG die Lizenz zur Nutzung des "Ohne GenTechnik" Siegels vergeben wurde. Ein Muster können Sie hier einsehen. Die VLOG-Geschäftsstelle stellt Lizenznehmern die Urkunde für einen Unkostenbeitrag von 5 Euro in elektronischer Form aus.

 
       
 

"International GMO-free Labeling Conference" in Wien

Am Montag, den 25. April 2016 organisiert die ARGE Gentechnik-frei gemeinsam mit den österreichischen Ministerien für Gesundheit (BMG) und Umwelt- bzw. Landwirtschaft (BMLFUW) die "International GMO-free Labeling Conference" in Wien. Der VLOG wird bei der internationalen Konferenz unterstützend mitwirken. Ziel ist der praxisnahe Erfahrungsaustausch zwischen allen europäischen „Ohne Gentechnik“ Kennzeichnungssystemen und ihren Stakeholdern. Darüber hinaus sollen konkrete Eckpfeiler und inhaltliche Rahmenbedingungen für eine europäische Harmonisierung in den Anforderungen an die „Ohne Gentechnik“ Kennzeichnung diskutiert und verabschiedet werden. Weitere Infos werden in Kürze hier veröffentlicht.

 
       
       
   

Nachrichten

 
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Baden-Württemberg: Äcker ohne Gentechnik

16.02.2016 – Baden-Württembergische Behörden haben bei ihren Erntekontrollen im letzten Jahr keine Gentechnik-Verunreinigungen festgestellt – auch nicht im Spurenbereich von unter 0,1 Prozent. Das teilte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg mit. mehr...

 
       
 

GVO sicher aufspüren

04.02.2016 - Neuere Gentechnik-Organismen haben teils nicht mehr die gleichen genetischen Marker wie ältere – damit wird es schwieriger, sie in Rohstofflieferungen aufzuspüren. Dazu zählt unter anderem eine BASF-Soja, die letztes Jahr zum Import in die EU zugelassen wurde. mehr...

 
       
 

Gentechnik-Lachs ausgebremst

01.02.2016 – Die US-Lebensmittelbehörde (FDA) hat die erst im November erteilte Importerlaubnis für den gentechnisch veränderten Aquadvantage-Lachs ausgesetzt. Das wurde am Freitag bekannt. Grund ist die politische Auseinandersetzung über eine Gentechnik-Kennzeichnung. mehr...

 
       
 

Auch Bauern für Transparenz

14.01.2016 – Landwirte in Deutschland sind offen für mehr Transparenz: drei Viertel von 302 Befragten gaben jüngst an, dass sie eine verpflichtende Kennzeichnung für Tierprodukte, die mit Gentechnik-Futterpflanzen hergestellt werden, begrüßen würden. mehr...

 
       
 

Gentechnik-freie Soja boomt

12.01.2016 - Im vergangenen Jahr stammten mit 56 Millionen Tonnen 17 Prozent der weltweiten Sojaernte aus gentechnik-freier Produktion. Das berichten die niederländische ProTerra Foundation und der in Österreich ansässige Verein Donau Soja. mehr...

 
       
 

Campbell kennzeichnet Gentechnik

12.01.2016 - Als einer der ersten großen Lebensmittelproduzenten in den USA wird Campbell Soup Company seine Produkte mit einer Gentechnik-Kennzeichnung versehen. Zudem spricht sich das Unternehmen für ein US-weites Gesetz aus, das die Kennzeichnung für alle verbindlich vorschreibt.  mehr...

 
       
 

Gentechnikfreier Mais in USA legt zu

08.01.2016 – Konventioneller, nicht-gentechnisch veränderter Mais erfreut sich auch in den USA wachsender Beliebtheit. Obwohl die dafür gezahlten Prämien im letzten Jahr um 50 Prozent gesunken seien, verzeichneten Saatguthändler stark steigende Nachfrage, berichtet Corn+Soybean Digest. mehr...

 
       
 

Gentechnik-Mais illegal angebaut

07.01.2016 – In China wurde Gentechnik-Mais im vergangenen Jahr illegal angebaut. Das berichtete die Umweltschutzorganisation Greenpeace gestern, die in der Provinz Liaoning in zahlreichen Proben von Feldern, Märkten und Saatgut-Lagern gentechnische Konstrukte festgestellt hatte. mehr...

 
       
 

Neue Mitglieder

 

LC Landwirtschafts-Consulting GmbH

Gmundner Molkerei eGen

Meierei Horst e.G.

Großenhainer Geflügelhof GmbH & Co. KG

Geflügelhof Hans Hofmann

Süddeutsche Truthahn AG

OMIRA Oberland Milchverwertung GmbH

Märschendorfer Farmbetriebe Verwaltungs-GmbH

Imkerei Honigmann

 

Neue Siegelnutzer

 

Lohmann & Co. AG

Abeler-Schlinge GmbH & Co. KG

HMF Food Production GmbH & Co. KG

Clama GmbH & Co. KG

Molkerei Wiegert GmbH & Co. KG

Landwirtschaftlicher Betrieb Sven Krey

Demeter-Imkerei Nicole Saturna

Geflügelhof Pfeiffer

Geflügelhof F. Obermeier

Imkerei & Weinbau Steinle GbR

I. Schroeder KG. (GmbH & Co)

 

Impressum

 

Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V.
Chausseestrasse 8/ Aufgang F
10115 Berlin
Tel: +49 30 788 90 682
Fax: +49 30 788 90 686
www.ohnegentechnik.org
info(at)ohnegentechnik.org

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Berlin Charlottenburg unter der VR-Nummer 29801 B eingetragen.


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