8. Ausgabe 2017 .:. VLOG-Newsletter

Liebe Leserinnen und Leser,

im Bundestag hat sich die Möglichkeit eröffnet, noch vor dem Amtsantritt einer neuen Bundesregierung eine praxistaugliche und rechtssichere Möglichkeit für nationale Anbauverbote zu beschließen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat dafür den Gesetzesentwurf des Bundesrates vom November 2015 neu eingebracht und die Abgeordneten aufgerufen, diesen frei von Fraktionszwängen zu beschließen. Der VLOG hat diesen Vorstoß begrüßt und an die Abgeordneten appelliert, dem Gesetzentwurf zuzustimmen.

Bestätigt sehen wir uns in unserer Forderung, die als Genome Editing bezeichneten neuen gentechnischen Verfahren strikt zu regulieren. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einer Studie festgestellt, dass für die Verbraucher diese Verfahren eindeutig eine Form der Gentechnik darstellen. Sie sollten deshalb streng reguliert und damit hergestellte Produkte klar gekennzeichnet werden, verlangten die Teilnehmer der Studie.

Wie wichtig den Menschen gentechnikfreies Essen ist, hat auch eine Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung festgestellt. 43 Prozent der Deutschen achten demnach bei der Auswahl von Lebensmitteln und Getränken darauf, dass diese keine gentechnisch veränderten Zutaten enthalten. Auch in zahlreichen anderen Industrie- und Schwellenländern zählt Gentechnikfreiheit laut dieser Befragung zu den wichtigsten Kriterien bei der Essensauswahl. Das gilt übrigens auch für die USA, wo in diesem Herbst erstmals in größeren Mengen gentechnisch veränderte Äpfel auf den Markt kommen – ohne Kennzeichnung.

Das Interesse von Verarbeitern und Händlern an Lebensmitteln ohne Gentechnik haben wir auch hautnah gespürt – an unserem Stand auf der Lebensmittelmesse Anuga. Die vielen Fragen und Gespräch zeigten, dass die Branche die wirtschaftlichen Vorteile, die sich durch eine klare Kennzeichnung ergeben, noch stärker nutzen will.

Im Sinne der Branche ist auch die Kooperation zwischen dem VLOG und OQUALIM, einer französischen Organisation zur Sicherung der Futtermittelqualität. Die abgeschlossene Vereinbarung erleichtert es französischen Landwirten, Futtermittelherstellern und Lebensmittelproduzenten, ihre deutschen Kunden mit Lebensmitteln mit "Ohne GenTechnik"-Siegel zu beliefern.

Spannend bleibt weiterhin, auf welche Kompromisse sich die angehenden Jamaika-Koalitionäre bei ihren Sondierungsgesprächen zum Thema Gentechnik einigen werden. Der VLOG hat im Vorfeld alle Teilnehmer der Gespräche über die wirtschaftliche Bedeutung der "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung informiert und gesetzliche Rahmenbedingungen gefordert, die es den Unternehmen möglich machen, die Qualität an Lebensmitteln zu produzieren, die von Verbrauchern immer wieder eingefordert wird. Aktuelle Meldungen zu den Sondierungsgesprächen finden Sie – wenn es soweit ist – auf unserer Webseite.

Ihr VLOG-Team

       
   

Verband

 
    pic  
       
 

VLOG-Standard 18.01 veröffentlicht

Seit Montag steht die neue Version 18.01 des Standards in deutscher Sprache auf der VLOG-Homepage zum Download zur Verfügung (exklusive der Checklisten). Die Version erlangt zum 01.01.2018 bindende Gültigkeit. Bitte aktualisieren Sie Ihre Unterlagen. In den kommenden Tagen werden wir noch folgende Dokumente veröffentlichen:

  • VLOG-Checklisten V18.01
  • Editierbare Versionen einiger Anhänge
  • Revisionsinformation

Die englische Version des Standards steht Ihnen bis zum 24.11.17 zur Verfügung. Wir informieren Sie hierüber separat.

 
       
 

VLOG auf Anuga

Aufgrund des großzügigen Angebots des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH) konnte der VLOG das BVLH Retail-Forum auf der diesjährigen Anuga mit einem Stand ergänzen. Diese fand vom 07. - 11.10.17 in Köln statt. Wir ziehen eine positive Bilanz: Es bestand reges Interesse an den Informationen des VLOG und unserer Beratung zur "Ohne Gentechnik" Kennzeichnung und -Zertifizierung.

 
       
 

Bildschirmpräsentation lizenzierte Produkte IGW

Wie schon zur Anuga möchten wir Nutzern des "Ohne GenTechnik" Siegels die Möglichkeit geben, ihre lizenzierten Produkte auf der IGW zu präsentieren. Im Rahmen unseres Messestandes zeigen wir entsprechende Produktbilder als Diashow auf vier Monitoren, um die Bandbreite an Artikeln mit dem „Ohne GenTechnik“-Siegel darzustellen.

Gerne können Sie uns hierfür bis zu zehn Fotos Ihrer lizenzierten Produkte zukommen lassen. Schicken Sie diese Fotos bei Interesse bitte an vlog(at)ohnegentechnik(dot)org (bitte max. 20MB pro Email). Die Bilddateien sollten uns bis zum 08. Dezember vorliegen.  

Um die Präsentation einheitlich zu gestalten, benötigen wir hochauflösende Fotos jeweils eines einzelnen Produktes aus der Vorderansicht. Das Produkt sollte freigestellt oder auf weißem Hintergrund abgebildet sein. Bitte verwenden Sie nur gängige Dateiformate, wie zum Beispiel .png, .gif, oder .jpg. Mit der Übermittlung der Fotos gewähren Sie uns die Erlaubnis zur Nutzung der Bilder im Rahmen unseres Messeauftritts.

 
       
 

VLOG Unternehmensbroschüre

Der VLOG hat eine Unternehmensbroschüre erstellen lassen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Sponsoren. Die Broschüre wurde u.a. auf der ANUGA verteilt. Eine digitale Fassung finden Sie hier: http://www.multimediabroschuere.de/vlog.

 
       
       
   

Nachrichten

 
    pic  
       
 

Verbraucher wollen strikte Regelungen für Genome Editing

02.11.2017 - Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in ausführlichen Interviews mit Verbrauchern deren Einstellung zu den als Genome Editing bezeichneten neuen gentechnischen Verfahren wie CRISPR/Cas ermittelt. „Obwohl die Befragten Genome Editing kaum kannten und sie wenig über diese Techniken wussten, wird der Einsatz dieser Verfahren im Lebensmittelbereich mehrheitlich abgelehnt“, bilanzierte BfR-Präsident Andreas Hensel. mehr...

 
       
 

SPD bringt Gesetzentwurf für nationale Anbauverbote ein

30.10.2017 - Die SPD-Bundestagsfraktion hat einen Gesetzentwurf eingebracht, mit dem nationale Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen geregelt werden sollen. In der vergangenen Legislaturperiode war eine solche Regelung gescheitert, weil sich das CSU-geführte Bundeslandwirtschaftsministerium gegen die Mehrheit der Bundesländer und den damaligen Koalitionspartner SPD stellte. mehr...

 
       
 

Gentechnikfreiheit ist wichtiges Auswahlkriterium beim Essen - weltweit

27.10.2017 - 43 Prozent der Deutschen achten bei der Auswahl von Lebensmitteln und Getränken darauf, dass diese keine gentechnisch veränderten Zutaten (GVO) enthalten. Das hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt. Die Gentechnikfreiheit war damit das wichtigste Auswahlkriterium, knapp gefolgt von niedrigem Zuckergehalt und regionaler Herkunft. Abgefragt wurde auch die Bedeutung von fettarmen oder glutenfreien Produkten sowie von Bio-Lebensmitteln. mehr...

 
       
 

VLOG erkennt französischen Standard für gentechnikfreie Futtermittel an

11.10.2017 - Der Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG) kooperiert mit OQUALIM, einer französischen Organisation zur Sicherung der Futtermittelqualität. Die abgeschlossene Vereinbarung erleichtert es französischen Landwirten, Futtermittelherstellern und Lebensmittelproduzenten, ihre deutschen Kunden mit Lebensmitteln mit "Ohne GenTechnik"-Siegel zu beliefern. mehr...

 
       
 

USA: Gentech-Äpfel kommen in die Läden

29.09.2017 - In den USA werden in diesem Herbst rund 9.000 Tonnen gentechnisch veränderte Äpfel geerntet und vermarktet. Das meldete das Magazin America Fruit und berief sich dabei auf den Anbieter dieser Äpfel, das Unternehmen Okanagan Specialty Fruits (OSF). mehr...

 
       
 

Bundesregierung soll neue Gentechnikverfahren strikt regulieren

27.09.2017 - Noch immer ist unklar, wie die EU Lebensmittel regulieren will, deren Zutaten mit Hilfe neuer Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas erzeugt wurden. Die Niederlande haben den anderen EU-Mitgliedsstaaaten inoffiziell einen Vorschlag für das weitere Vorgehen unterbreitet. Sie wollen Pflanzen vom Gentechnikrecht ausnehmen, wenn die gentechnisch erzielte Veränderung theoretisch auch mit konventionellen Züchtungsmethoden erreichbar wäre und das eingebrachte Erbgut in der fertigen Pflanze nicht mehr nachweisbar ist. Mehrere Bio- und Umweltverbände haben die Bundesregierung in einem Brief aufgefordert, diesen Vorschlag abzulehnen und sich für eine strikte Regulierung neuer Gentechnik-Verfahren nach Gentechnikrecht einzusetzen. mehr...

 
       
 

Neue Mitglieder

 

Karwendel Werke Huber GmbH & Co. KG

Quant Qualitätssicherung GmbH

Rurtalei

Nutramaxx Food GmbH

Schwarz Cranz GmbH & Co. KG

Krammer Viehhandels GmbH 6 Co. KG

DSM Nutritional Products Sp. z.o.o.

Klug GbR

Jacobs und Mertens GbR

Lenz GbR

Fleming + Wendeln GmbH & Co. KG

 

Neue Zertifizierungsstellen

 

A/S Baltic Control Ltd

 

Neue "Ohne GenTechnik" Siegelnutzer

 

ODW Frischprodukte GmbH

Frischpack GmbH

Südbayerische Fleischwaren GmbH

Feneberg Lebensmittel GmbH

Götterfunken Genuss GmbH

Geflügelhof Wittmer

Schwarzwald Imker Beatrix und Wilfried Straub

 

Neue "VLOG geprüft" Siegelnutzer

 

IFP GmbH

GES Getreideerfassung Serba GmbH

AHG Agrarhandelsges. mbH & Co. Warenvertriebs KG

Likra Tierernährung GmbH

Scanola A/S

Likra West GmbH

AWE Agrarhandel Weser-Ems GmbH & Co KG

Hermann Schräder HS-Kraftfutterwerke GmbH & Co. KG

 

Termine

 

08.11.2017 - DLG-Forum kompakt: Milch mit besonderen Qualitätskriterien

09.11.2017 - VLOG auf dem Hessischen Leguminosentag

30.11.2017 - Auditoren Basisschulung VLOG-Standard (Fulda, deutsch)

07.12.2017 - Auditoren Aufbauschulung VLOG-Standard (Hannover, deutsch)

Weitere Termine

 

Impressum

 

Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V.
Torstraße 218
10115 Berlin
Tel: +49 30 7676 8561
Fax: +49 30 788 90 686
www.ohnegentechnik.org
info(at)ohnegentechnik.org

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Berlin Charlottenburg unter der VR-Nummer 29801 B eingetragen.


Hier können Sie den Newsletter abbestellen