Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit bei der "Ohne-Gentechnik"-Soja

ABRANGE, der brasilianische Verband der gentechnikfreien Getreide- und Sojaproduzenten und der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Die Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Sojaschrot in Deutschland soll langfristig aufrechterhalten und die Kommunikation hierzu verbessert werden.

Die Sojaproduzenten unter dem Dach von ABRANGE erzeugen zusammen jedes Jahr etwa acht Millionen Tonnen Sojabohnen, aus denen nahezu sechs Millionen Tonnen Sojaschrot gewonnen werden können. Der Desinformation, es gebe nicht ausreichend gentechnikfreies Sojaschrot, will der VLOG mit der Unterstützung von ABRANGE entgegentreten. Neben den Mitgliedern von ABRANGE gibt es auch weitere Sojaproduzenten, die gentechnikfreie Ware anbieten.

In Brasilien wiederum fehlen harte Fakten über den steigenden Bedarf an gentechnikfreier Ware in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Ricardo Tatesuzi de Sousa, ABRANGE-Generalsekretär und einer der jüngsten Agrobusiness Leader in Brasilien, setzt neue Akzente im brasilianischen Soja-Geschäft: "Wir setzen auf transparente Qualität. Indem wir eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Soja anbieten, wächst das Vertrauen in die Garantien, die wir geben können." Genau diese Einstellung wird von großen Marktteilnehmern in Deutschland benötigt und geschätzt.

VLOG-Vorstandsmitglied Jochen Koester ist ein langjähriger Kenner der brasilianischen Soja-Industrie und bestätigt: "Unsere Mitglieder sind sehr interessiert an der ständigen Verfügbarkeit von zertifiziertem gentechnikfreien Soja in den nächsten Jahren. Die Nachfrage nach gentechnikfreiem Sojamehl wird definitiv zunehmen, aufgrund der Tatsache, dass immer mehr "Ohne-Gentechnik"-Produkte angeboten werden." Währenddessen verbessert sich in Brasilien die Verfügbarkeit gentechnikfreier Soja. Ermutigt durch gutgehende Geschäfte bereiten sich Produzenten in einigen Regionen Mato Grossos' darauf vor, das Angebot von zertifizierten GM-freien Sojabohnen noch im Jahr 2011 zu erhöhen.

Die deutsche Landwirtschaft verbraucht etwa 4-5 Millionen Tonnen Sojaschrot jedes Jahr als Tierfutter. Weltweit werden rund 70 Prozent der Sojabohnen gentechnisch verändert. Deutsche Lebensmittelproduzenten setzen aber vermehrt auf gentechnikfreie Futtermittel in der Herstellung von Milch, Eiern und Fleisch. Brasilien ist der wichtigste Lieferant für gentechnikfreie Soja.

Vollständige Presseerklärung