VLOG wählt neuen Vorstand

Berlin, 23.05.2019 – Die Mitglieder des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik haben vergangene Woche auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Die fünf Vorstandsmitglieder repräsentieren die wichtigsten Branchen für die „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung in Deutschland: den Lebensmitteleinzelhandel, die Molkereiwirtschaft, die Geflügelwirtschaft und die Futtermittelwirtschaft.

„Ohne GenTechnik“-Siegel im Aufwind

Berlin, 14.05.2019 – Die Konsumenten haben in 2018 9,8 Milliarden Euro für Waren mit "Ohne GenTechnik"-Siegel ausgegeben. Gegenüber den Zahlen aus 2017 bedeute dies eine Steigerung von 41 Prozent, meldet der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Er rechnet für 2019 mit einer Steigerung der Verbraucherausgaben auf mindestens 10,9 Milliarden Euro.

Neue Gentechnik: Jedes Risiko muss auch bewertet werden

08.05.2019 - Pflanzen, die mit Hilfe der Neuen Gentechnik hergestellt werden, müssen nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes nach Gentechnikrecht zugelassen werden. Dabei muss auch das vom jeweiligen Produkt ausgehende Risiko bewertet werden. Mitarbeiter des deutschen Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des österreichischen Umweltbundesamtes haben dafür einen Rahmen vorgeschlagen, innerhalb dessen jedes Produkt fall-spezifisch bewertet werden sollte. Deutlich sprechen sie sich gegen Überlegungen aus, Produkte der Neuen Gentechnik vom Gentechnikrecht auszunehmen. Andere EU-Vorschriften wie die Novel Food Verordnung würden keinen hinreichenden Rahmen für eine angemessene Risikobewertung bieten.

Gentechnikfreies Vitamin B2 für die Tierhaltung

03.05.2019 - Die als Hersteller von Bio-Backhefe bekannte Firma Agrano hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Vitamin B2 als Zutat für Mischfutter gentechnikfrei herstellen lässt. Das bio-zertifizierte Einzelfuttermittel EcoVit R wird von der Hefe Ashbya gossypii gebildet, die in einer Nährlösung aus Bio-Zutaten wächst. Es kann als flüssiges Produkt zur Herstellung von Bio-Futtermitteln verwendet werden. Die Entwicklung eines Trockenproduktes bis zur Marktreife ist in Arbeit.

Schweine-Fleisch ohne Gentechnik: Der Markt bewegt sich

24.04.2019 - Gleich zwei Handelsketten haben in den letzten Tagen mitgeteilt, Schweinefleisch in ihr Sortiment aufzunehmen, das ohne gentechnisch verändertes Futter erzeugt wurde.

Kaufland wird ab 25. April in den Bedientheken seiner 660 Märkten 18 Schweinefleischprodukte der Qualitätsmarke Wertschätze mit dem ‚Ohne GenTechnik’-Siegel des VLOG anbieten. „Mit Wertschätze-Produkten bieten wir dem Kunden hochwertiges Fleisch. Dass das Schweinefleisch jetzt VLOG-zertifiziert ist, ist ein logischer und wichtiger Schritt zu noch mehr Qualität, Nachhaltigkeit und Transparenz“, sagte Clemens Dirscherl, Experte für Tierwohl bei Kaufland. Das Handeslunternehmen kündigte an, sein rund 700 Produkte umfassendes Angebot an Lebensmittel mit ‚Ohne GenTechnik’-Siegel weiter auszubauen.

Europawahl: So wollen die Parteien die Neue Gentechnik regeln

03.04.2019 - Nach der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai wird die Debatte um eine Neufassung des europäischen Gentechnikrechts beginnen. Der VLOG hat deshalb untersucht, wie sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Neuen Gentechnik äußern.

Österreich: Greenpeace macht Druck für gentechnikfreies Schweinefleisch

19.03.2019 - Greenpeace Österreich hat die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger aufgefordert, nur noch Schweinefleisch aus gentechnikfreier Fütterung mit dem staatlichen AMA-Gütesiegel auszuzeichnen. „Anstatt das Ende von Gentechnik im Schweinefleisch einzuläuten, verschleppt die Regierung einmal mehr die Gentechnikfreiheit in Österreich“, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Sebastian Theissing-Matei der Agrarzeitung. Ihre Forderung unterlegte die Umweltorganisation mit einer Demonstration vor dem Bundeskanzleramt in Wien.

Neue Gentechnik: USA erlaubt Vermarktung ohne jede Risikoprüfung

18.03.2019 - Die US-Landwirtschaftsbehörde APHIS hat nach Recherchen der Organisation Testbiotech bereits mehr als 20 Freigaben für Pflanzen erteilt, deren Erbgut mit Verfahren der Neuen Gentechnik verändert wurde. In keinem der Fälle habe die Behörde eine eingehende Risikoprüfung verlangt, moniert Testbiotech. Dabei würden sich die freigegebenen Pflanzen in ihren Herstellungsverfahren, ihren Eigenschaften und ihren Risiken deutlich von denen aus herkömmlicher Züchtung unterscheiden.

Bund fördert die Neue Gentechnik mit Millionen

11.03.2019 - Die Bundesregierung fördert den Einsatz von Gentechnik bei Pflanzen und Tieren zur Nahrungsmittelerzeugung mit rund 100 Millionen Euro. Das zeigt ihre Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag. Im Mittelpunkt der Projekte steht meist die spätere Anwendung von Verfahren der Neuen Gentechnik; Risikoforschung spielt kaum eine Rolle.

UNO: Neue Gentechnik-Verfahren brauchen einen rechtlichen und ethischen Rahmen

07.03.2019 - Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat in einem Bericht auf die Risiken der neuen Gentechnik-Verfahren (auch Genome Editing genannt) hingewiesen. Die Fähigkeit, künstliches Leben zu kreieren und bestehendes Erbgut zu ändern, berge die Gefahr von Kreuzkontaminationen und unbeabsichtigen Nebenwirkungen, heißt es in dem Bericht. Die absichtliche oder versehentliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen in die Umwelt könnte negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben und zu irreversiblen Schäden führen. Deshalb verweist der Bericht auf das Vorsorgeprinzip und verlangt dessen Anwendung bei der Entwicklung und im Umgang mit Produkten der Neuen Gentechnik. Explizit erwähnt der Text eine strenge Risikoabschätzung und die Einbeziehung der verschiedenen Betroffenen.

Ist Genome Editing nachweisbar? Im Prinzip ja, aber...

12.02.2019 - Mit Hilfe von Gen-Scheren wie CRISPR/Cas verändertes Erbgut lässt sich grundsätzlich nachweisen. Das bestätigen Experten wie Yves Bertheaud, ehemaliger Forschungsdirektor des staatlichen französischen Agrarforschungsinstituts INRA. Doch die praktische Umsetzung sei schwierig, betont das Europäische Netzwerk der staatlichen Gentechnik-Labore (ENGL) im Entwurf eines Berichts an die EU-Kommission. Derzeit könnten zahlreiche durch Genome Editing hergestellte Produkte unerkannt auf den Markt kommen, warnen die ENGL-Experten. Also müssten die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten dringend handeln, um die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in der EU zu sichern. Doch danach sieht es nicht aus.

Gentechnik im Saatgut: Bauern müssen Rapsfelder unterpflügen

11.02.2019 – Landwirte in Frankreich und Deutschland müssen 11.000 Hektar Winterraps unterpflügen, weil das Saatgut gentechnisch verunreinigt war. Das teilte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Bayer France mit, die französische Niederlassung des Konzerns.

SPD bleibt beim Thema Gentechnik hart

31.01.2019 – Matthias Miersch, Vize-Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Haltung seiner Fraktion zum Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bekräftigt.

Frankreich: Gentechnikfreie Milch steckt noch in den Kinderschuhen

17.01.2019 – Frankreich ist nach Deutschland der zweitgrößte Milcherzeuger in der EU. Auch dort erlauben die Rechtsvorschriften eine freiwillige Kennzeichnung der Produkte von Tieren, die ohne gentechnisch veränderte Organismen gefüttert wurden.

USA: Gentechnik in Lebensmittel wird gekennzeichnet – zumindest ein bisschen

11.01.2019 – Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat mit einer Verordnung geregelt, wie Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten zu kennzeichnen sind. Verbraucherschützer kritisieren, das weiterhin viele Lebensmittel mit Gentechnik ohne Hinweis darauf vermarktet werden könnten.