Bekanntheit des Ohne Gentechnik-Siegels hat sich verdoppelt

11.11.2019 - 58 Prozent der Bundesbürger kennen das Ohne Gentechnik-Siegel. 2016 lag diese Quote noch bei 31 Prozent. Damit hat sich die Bekanntheit des Siegels seither fast verdoppelt. Das ergab der Gütesiegel Monitor 2020 des Marktforschungsunternehmens Splendid Research.
Die Marktforscher befragten 2500 repräsentativ ausgewählte Bürger nach ihren Einstellungen zu Gütesiegeln und legten ihnen 40 Siegel aus unterschiedlichen Branchen zur Bewertung vor. Dabei fragten sie neben der Bekanntheit auch die Kaufbereitschaft ab.

Anhörung: Regulierung muss als Chance verstanden werden

07.11.2019 - Der Landwirtschaftsausschuss des Bundestages hat Sachverständige zur Regulierung der Neuen Gentechnik angehört. Deren Statements spiegelten die aktuelle Debatte wieder. Biotechnologen betonten die Chancen der neuen gentechnischen Verfahren. Naturschützer, Rechtswissenschaftler und Vertreter einer gentechnikfreien Landwirtschaft sprachen sich für das Vorsorgeprinzip und eine entsprechende strenge Regulierung aus.

Neue Gentechnik: Recht vollziehen statt Recht ändern

28.10.2019 - 23 Verbände der Agrar- und Ernährungswirtschaft haben die deutsche Politik aufgefordert, das EU-Gentechnikrecht zu ändern und mit neuer Gentechnik erzeugte Pflanzen auszunehmen. Der VLOG warnt davor, die Regeln für ein so neues Verfahren wie CRISPR/Cas zu lockern. Dies sei intransparent und mit dem Vorsorgeprinzip unvereinbar.
Die Verbände der Agrarwirtschaft behaupten in ihrem Schreiben, die Neue Gentechnik biete „Chancen, die Folgen des Klimawandels abzumildern sowie die Nachhaltigkeit und die Biodiversität in der Landwirtschaft zu fördern“.

Verbraucher wollen mehr Transparenz – auch bei Schweinefleisch

21.10.2019 - 2018 wurden in Deutschland 56,6 Millionen Schweine geschlachtet und zu 5,3 Millionen Tonnen Schweinefleisch weiterverarbeitet. Ein wesentlicher Bestandteil im Futter dieser Tiere ist Sojaschrot. Nach einer Erhebung des VLOG, die auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und Branchenbefragungen beruht, gingen im vergangenen Jahr 1,8 bis 2,0 Millionen Tonnen Sojaschrot in das Schweinefutter. Anders gesagt: In jedem Kilo Schweinefleisch stecken fast 400 Gramm Soja.

Umfrage: Österreich lehnt alte und neue Gentechnik ab

16.10.2019 - Für 85 Prozent aller Österreicher und Österreicherinnen ist die Gentechnikfreiheit bei Lebensmitteln ein wichtiges Einkaufsargument. Das ergab eine Umfrage, die die ARGE Gentechnik-Frei in Auftrag gegeben hatte. Drei Viertel der Befragten erklärten sich zudem bereit, für gentechnikfreie Lebensmittel mehr zu bezahlen. Fast ebenso viele (71,2 Prozent) gaben an, beim Einkauf darauf zu achten, dass das gewünschte Produkt gentechnikfrei ist. Als besonders wichtige Warengruppen wurden an erster Stelle Frischfleisch und Molkereiprodukte genannt. Es folgten Obst&Gemüse, Eier und Wurstwaren. Für das Gütesiegel der ARGE Gentechnik-frei ergab die Befragung einen Bekanntheitsgrad von 85 Prozent.

USA: Der größte Markt für Ohne Gentechnik – Lebensmittel

11.10.2019 - 55 Prozent der US-Bürger achten beim Einkauf von Lebensmitteln auf eine Ohne Gentechnik - Zertifizierung. Das ergab eine Befragung des Marktforschungsunternehmens The Hartman Group. Wichtigster Beweggrund dafür seien Befürchtungen, dass sich gentechnisch veränderte Lebensmittel negativ auf die Gesundheit auswirken könnten, schrieb das Unternehmen. 2010 lag die Quote derjenigen, die gv-Lebensmittel bewusst vermeiden, noch bei 29 Prozent. Dazu passt, dass fast die Hälfte der US-Bürger das Siegel ‚Non GMO Project Verified’ kennen.

Neue Gentechnik: Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit müssen erhalten bleiben

07.10.2019 - Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Ergebnisse einer Verbraucherkonferenz zum Thema Genome Editing vorgestellt. Die Verbraucher forderten in ihre Votum laut BfR „eine verantwortungsvolle Forschung zu Chancen, Risiken und Auswirkungen sowie strenge Regeln seitens des Gesetzgebers.“ Konkret sprachen sie sich für die „Beibehaltung des Vorsorgeprinzips“, die „Wahlfreiheit der Verbraucher“ sowie „Informationsfreiheit und Transparenz“ aus, ebenso für den „Vorrang sozialer Aspekte vor Konzerninteressen“ und eine „Haftungsregelung für unerwartete Schäden durch den Hersteller“. Zudem sollten tierische Lebensmittel gekennzeichnet werden, wenn Futtermittel gentechnisch verändert wurden.

Fast zwei Drittel der deutschen Milch sind gentechnikfrei

30.09.2019 - Im August 2019 lag der Anteil der angelieferten Milch, die nach Ohne Gentechnik – Standard erzeugt wurde, bei 60,5 Prozent. Hinzu kamen noch 3,8 Prozent Biomilch, so dass insgesamt 64,2 Prozent der von den deutschen Molkereien erfassten Milch gentechnikfrei war. Zusammengestellt hat diese Zahlen die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft AMI im Auftrag des VLOG.

Freisetzung von Gentech-Mücken: Erbgut verbreitet sich unkontrolliert

19.09.2019 - Eigentlich hätte nichts passieren dürfen: Die britische Firma Oxitec hatte von 2013 bis 2015 in dem brasilianischen Städtchen Jacobina wöchentlich rund 450.000 männliche Moskitos freigelassen. Deren Gene waren so verändert worden, dass die Nachkommen der Insekten noch als Larven sterben sollten. Damit wollte Oxitec die Population der Tiere reduzieren, die Dengue- und Gelbfieber übertragen können. Gleichzeitig sei dadurch eine Übertragung des Erbguts in folgende Generationen ausgeschlossen, argumentierte Oxitec. Kritiker mahnten damals, dass - wie in Laborversuchen zuvor - einige Tiere überleben, sich paaren und damit ihr Erbgut weitergeben könnten. Das passierte tatsächlich, wie nun Wissenschaftler der Universität Yale zusammen mit brasilianischen Kollegen nachwiesen. Sie fanden in dem Freisetzungsgebiet in 10 bis 60 Prozent der Moskitos Erbgut der freigesetzten Gentech-Tiere. Es ließ sich sogar in Mückenpopulationen jenseits der Freisetzungsgebiete nachweisen.

Neue Gentechnik: Unsicherheiten müssen kommuniziert werden

12.09.2019 – Die Schweizer Stiftung für Technikfolgen-Abschätzung (TA Swiss) hat ein Gutachten zu Chancen und Risiken der neuen Gentechnik vorgelegt. „Aufgrund der hohen Erwartungen, die Wirtschaft und Medizin an das Genome Editing stellen, drohen Unsicherheiten und fehlendes Wissen ausgeblendet zu werden“, mahnt die Stiftung. Sie fordert deshalb Wissenschaft, Medien und Politik auf, „offen mit den Grenzen des bestehenden Wissens umzugehen“. Sie müssten Unklarheiten und Unsicherheiten klar kommunizieren. Zu diesen Unsicherheiten gehört es laut TA Swiss, dass trotz der angestrebten höhere Präzision beim Eingriff in das Erbgut „unerwünschte Wirkungen hervorgerufen werden können, die schwer einzuschätzen sind“. Deshalb seien systematische Forschungen und ein Monitoring entsprechend veränderter Organismen notwendig.

Genome Editing schludert bei Gentechnik-Rindern

22.08.2019 – Rinder ohne Hörner gelten Gentechnik-Befürwortern als Musterbeispiel für die Präzision von Genome-Editing-Verfahren. Die DNA der Tiere wird mit den auch als „Gen-Schere“ bezeichneten TALEN-Nukleasen manipuliert, sodass ihnen keine Hörner wachsen. Doch Experten einer US-Behörde weisen nun auf ungewollte Änderungen im Erbgut hin, die Zweifel an der Zuverlässigkeit neuer Gentechnik-Methoden nähren.

Polen führt eigene „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung ein

19.08.2019 – Polen bekommt eine eigene „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung. Ein vom Parlament des östlichen Nachbarlandes beschlossenes Gesetz hat Präsident Andrzej Duda im Juli unterzeichnet. Am 1. Januar 2020 tritt es in Kraft.

Boris Johnson auf Gentechnik-Kurs

13.08.2019 - Nach dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU will der neue Premierminister Boris Johnson auch die Gentechnik-Regelungen der Union über Bord werfen. Das kündigte der Vorsitzende der Konservativen Partei in seiner ersten Rede nach der Amtseinführung durch die Königin an.

Mehrheit der Deutschen bevorzugt „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung auf Lebensmitteln

Wasserburg (Inn), 6.8.2019 – Die Zahlen sind eindeutig: 69 Prozent der Bevölkerung in Deutschland bevorzugen Lebensmittel mit einer „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung. 71 Prozent bewerten den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen zur Fütterung von Tieren – als Basis für Milch, Eier und Fleisch – als negativ. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtages und ehemalige Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat heute zusammen mit Florian Bauer, Geschäftsführer der Holding J. Bauer, zu der auch die renommierte Privatmolkerei Bauer zählt, und Christoph Zimmer, Vorstandsmitglied des VLOG, in Wasserburg am Inn die Umfrageergebnisse vorgestellt. Zudem ziehen sie Bilanz: Vor zehn Jahren wurde am 10. August 2009 das „Ohne GenTechnik“-Siegel in Deutschland von Ilse Aigner als damalige Bundesministerin eingeführt.

VLOG erkennt Donau Soja Standard an

26.07.2019 - Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik hat die Donau Soja/Europe Soya-Zertifizierung als gleichwertig zu einer Zertifizierung nach VLOG-Standard anerkannt. Dies hat für VLOG-zertifizierte Unternehmen den großen Vorteil, dass Donau Soja/Europe Soya Rohwaren, Einzel- und Mischfuttermittel grundsätzlich als „nicht risikobehaftet“ eingestuft werden. Dadurch reduziert sich die Zahl der Analysen und Rückstellproben.

Ein Jahr EuGH-Urteil zur Gentechnik - VLOG: Neue Gentechnik muss als Gentechnik reguliert bleiben

Berlin, 24.07.2019 - Vor einem Jahr, am 25. Juli 2018, stufte der Europäische Gerichtshof (EuGH) neue gentechnische Verfahren wie CRIPR/Cas und die aus ihnen gewonnenen Produkte als Gentechnik ein. Damit unterliegen sie einem Zulassungsverfahren mit einer Risikobewertung, bevor sie auf den Markt kommen. Zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) müssen nachweisbar und rückverfolgbar sein, und sie müssen gekennzeichnet werden. Nur das schafft Transparenz und Wahlfreiheit für Landwirte, Lebens- und Futtermittelwirtschaft, den Lebensmittelhandel und Verbraucher.

Österreich: AMA-Siegel wird nicht komplett gentechnikfrei

17.07.2019 -Die Agrarmarkt Austria (AMA) soll ihr Güte-Siegel für österreichische Agrarprodukte nur dann vergeben dürfen, wenn diese gentechnikfrei hergestellt wurden. So sieht es ein Antrag vor, den die SPÖ in das österreichische Parlament, den Nationalrat, einbrachte. Doch eine Mehrheit der Abgeordneten lehnte eine Befassung vor der Sommerpause ab, was Greenpeace Österreich heftig kritisierte.

Russland will Neue Gentechnik fördern und schneller zulassen

28.06.2019 - Bisher ist der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Russland verboten. Nun unterstützt die Regierung mit einem Forschungsprogramm neue gentechnische Verfahren und will die Zulassung der damit hergestellten Produkte vereinfachen.

Gentechnik-Befürworter greifen „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung an – Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) weist die Kritik als abwegig zurück

Berlin, 14.06.2019 – Ein Rechtsgutachten, das von der Pro-Gentechnik-Organisation „Forum Grüne Vernunft (FGV)“ heute in Berlin vorgestellt wurde, hält das „Ohne GenTechnik“-Siegel für irreführend und daher für eine „Verbrauchertäuschung“. Dieser Vorwurf ist völlig abwegig und falsch. Das Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu Neuer Gentechnik schafft in Bezug auf die „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung keine neuen rechtlichen Tatsachen.

Bundesrat verschärft Auflagen für Gene Drives

06.06.2019 – Für die Arbeit im Gentechnik-Labor gelten besondere Sicherheitsregeln. Diese Vorgaben wollte die Bundesregierung neuordnen. Der Bundesrat hat dem am Freitag zugestimmt – dabei aber zugleich die Gelegenheit genutzt, die Hürden für Gene Drives höher zu setzen als von Berlin vorgesehen. Die Länder begründen das mit dem „Risiko, ganze Populationen von Pflanzen oder Tieren irreversibel zu verändern oder auszurotten“.

Neue Gentechnik als Gentechnik regulieren

Berlin, 06.06.2019 – Für die im VLOG zusammengeschlossenen Unternehmen ist es existentiell, dass auch mit Neuer Gentechnik hergestellte Produkte dem Vorsorgeprinzip, einem Zulassungsverfahren und der Kennzeichnungspflicht unterliegen.

Schleswig-Holstein verhängt Maßnahmen gegen Gentechnik-Raps

05.06.2019 – Nachdem Landwirte in Frankreich und Deutschland im Frühjahr insgesamt etwa 11.000 Hektar Raps unterpflügen mussten, weil das Saatgut mit gegen Glyphosat resistentem Gentechnik-Raps verunreinigt war, will Schleswig-Holstein eine Ausbreitung der gentechnisch veränderten Pflanzen verhindern. Kiel hat das für die Aussaat verantwortliche Unternehmen verpflichtet, die betroffene Fläche bis 2024 zu kontrollieren.

Frankreichs OQUALIM erkennt VLOG-Futtermittel als gleichwertig an

03.06.2019 – Für französische Landwirte und Lebensmittelhersteller ist es ab sofort einfacher, aus Deutschland Tierfutter für die gentechnik-freie Produktion zu beziehen. Gleichzeitig bieten sich für deutsche Futtermittelunternehmen mit VLOG-Zertifikat neue Absatzmöglichkeiten im Nachbarland. Möglich wird diese Handelserleichterung dadurch, dass die französische Organisation OQUALIM seit diesem Monat VLOG-Zertifizierungen als gleichwertig anerkennt.

VLOG wählt neuen Vorstand

Berlin, 23.05.2019 – Die Mitglieder des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik haben vergangene Woche auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Die fünf Vorstandsmitglieder repräsentieren die wichtigsten Branchen für die „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung in Deutschland: den Lebensmitteleinzelhandel, die Molkereiwirtschaft, die Geflügelwirtschaft und die Futtermittelwirtschaft.

„Ohne GenTechnik“-Siegel im Aufwind

Berlin, 14.05.2019 – Die Konsumenten haben in 2018 9,8 Milliarden Euro für Waren mit "Ohne GenTechnik"-Siegel ausgegeben. Gegenüber den Zahlen aus 2017 bedeute dies eine Steigerung von 41 Prozent, meldet der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Er rechnet für 2019 mit einer Steigerung der Verbraucherausgaben auf mindestens 10,9 Milliarden Euro.

Neue Gentechnik: Jedes Risiko muss auch bewertet werden

08.05.2019 - Pflanzen, die mit Hilfe der Neuen Gentechnik hergestellt werden, müssen nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes nach Gentechnikrecht zugelassen werden. Dabei muss auch das vom jeweiligen Produkt ausgehende Risiko bewertet werden. Mitarbeiter des deutschen Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des österreichischen Umweltbundesamtes haben dafür einen Rahmen vorgeschlagen, innerhalb dessen jedes Produkt fall-spezifisch bewertet werden sollte. Deutlich sprechen sie sich gegen Überlegungen aus, Produkte der Neuen Gentechnik vom Gentechnikrecht auszunehmen. Andere EU-Vorschriften wie die Novel Food Verordnung würden keinen hinreichenden Rahmen für eine angemessene Risikobewertung bieten.

Gentechnikfreies Vitamin B2 für die Tierhaltung

03.05.2019 - Die als Hersteller von Bio-Backhefe bekannte Firma Agrano hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Vitamin B2 als Zutat für Mischfutter gentechnikfrei herstellen lässt. Das bio-zertifizierte Einzelfuttermittel EcoVit R wird von der Hefe Ashbya gossypii gebildet, die in einer Nährlösung aus Bio-Zutaten wächst. Es kann als flüssiges Produkt zur Herstellung von Bio-Futtermitteln verwendet werden. Die Entwicklung eines Trockenproduktes bis zur Marktreife ist in Arbeit.

Schweine-Fleisch ohne Gentechnik: Der Markt bewegt sich

24.04.2019 - Gleich zwei Handelsketten haben in den letzten Tagen mitgeteilt, Schweinefleisch in ihr Sortiment aufzunehmen, das ohne gentechnisch verändertes Futter erzeugt wurde.

Kaufland wird ab 25. April in den Bedientheken seiner 660 Märkten 18 Schweinefleischprodukte der Qualitätsmarke Wertschätze mit dem ‚Ohne GenTechnik’-Siegel des VLOG anbieten. „Mit Wertschätze-Produkten bieten wir dem Kunden hochwertiges Fleisch. Dass das Schweinefleisch jetzt VLOG-zertifiziert ist, ist ein logischer und wichtiger Schritt zu noch mehr Qualität, Nachhaltigkeit und Transparenz“, sagte Clemens Dirscherl, Experte für Tierwohl bei Kaufland. Das Handeslunternehmen kündigte an, sein rund 700 Produkte umfassendes Angebot an Lebensmittel mit ‚Ohne GenTechnik’-Siegel weiter auszubauen.

Europawahl: So wollen die Parteien die Neue Gentechnik regeln

03.04.2019 - Nach der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai wird die Debatte um eine Neufassung des europäischen Gentechnikrechts beginnen. Der VLOG hat deshalb untersucht, wie sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Neuen Gentechnik äußern.

Österreich: Greenpeace macht Druck für gentechnikfreies Schweinefleisch

19.03.2019 - Greenpeace Österreich hat die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger aufgefordert, nur noch Schweinefleisch aus gentechnikfreier Fütterung mit dem staatlichen AMA-Gütesiegel auszuzeichnen. „Anstatt das Ende von Gentechnik im Schweinefleisch einzuläuten, verschleppt die Regierung einmal mehr die Gentechnikfreiheit in Österreich“, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Sebastian Theissing-Matei der Agrarzeitung. Ihre Forderung unterlegte die Umweltorganisation mit einer Demonstration vor dem Bundeskanzleramt in Wien.

Neue Gentechnik: USA erlaubt Vermarktung ohne jede Risikoprüfung

18.03.2019 - Die US-Landwirtschaftsbehörde APHIS hat nach Recherchen der Organisation Testbiotech bereits mehr als 20 Freigaben für Pflanzen erteilt, deren Erbgut mit Verfahren der Neuen Gentechnik verändert wurde. In keinem der Fälle habe die Behörde eine eingehende Risikoprüfung verlangt, moniert Testbiotech. Dabei würden sich die freigegebenen Pflanzen in ihren Herstellungsverfahren, ihren Eigenschaften und ihren Risiken deutlich von denen aus herkömmlicher Züchtung unterscheiden.

Bund fördert die Neue Gentechnik mit Millionen

11.03.2019 - Die Bundesregierung fördert den Einsatz von Gentechnik bei Pflanzen und Tieren zur Nahrungsmittelerzeugung mit rund 100 Millionen Euro. Das zeigt ihre Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag. Im Mittelpunkt der Projekte steht meist die spätere Anwendung von Verfahren der Neuen Gentechnik; Risikoforschung spielt kaum eine Rolle.

UNO: Neue Gentechnik-Verfahren brauchen einen rechtlichen und ethischen Rahmen

07.03.2019 - Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat in einem Bericht auf die Risiken der neuen Gentechnik-Verfahren (auch Genome Editing genannt) hingewiesen. Die Fähigkeit, künstliches Leben zu kreieren und bestehendes Erbgut zu ändern, berge die Gefahr von Kreuzkontaminationen und unbeabsichtigen Nebenwirkungen, heißt es in dem Bericht. Die absichtliche oder versehentliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen in die Umwelt könnte negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben und zu irreversiblen Schäden führen. Deshalb verweist der Bericht auf das Vorsorgeprinzip und verlangt dessen Anwendung bei der Entwicklung und im Umgang mit Produkten der Neuen Gentechnik. Explizit erwähnt der Text eine strenge Risikoabschätzung und die Einbeziehung der verschiedenen Betroffenen.

Ist Genome Editing nachweisbar? Im Prinzip ja, aber...

12.02.2019 - Mit Hilfe von Gen-Scheren wie CRISPR/Cas verändertes Erbgut lässt sich grundsätzlich nachweisen. Das bestätigen Experten wie Yves Bertheaud, ehemaliger Forschungsdirektor des staatlichen französischen Agrarforschungsinstituts INRA. Doch die praktische Umsetzung sei schwierig, betont das Europäische Netzwerk der staatlichen Gentechnik-Labore (ENGL) im Entwurf eines Berichts an die EU-Kommission. Derzeit könnten zahlreiche durch Genome Editing hergestellte Produkte unerkannt auf den Markt kommen, warnen die ENGL-Experten. Also müssten die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten dringend handeln, um die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in der EU zu sichern. Doch danach sieht es nicht aus.

Gentechnik im Saatgut: Bauern müssen Rapsfelder unterpflügen

11.02.2019 – Landwirte in Frankreich und Deutschland müssen 11.000 Hektar Winterraps unterpflügen, weil das Saatgut gentechnisch verunreinigt war. Das teilte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Bayer France mit, die französische Niederlassung des Konzerns.

SPD bleibt beim Thema Gentechnik hart

31.01.2019 – Matthias Miersch, Vize-Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Haltung seiner Fraktion zum Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bekräftigt.

Frankreich: Gentechnikfreie Milch steckt noch in den Kinderschuhen

17.01.2019 – Frankreich ist nach Deutschland der zweitgrößte Milcherzeuger in der EU. Auch dort erlauben die Rechtsvorschriften eine freiwillige Kennzeichnung der Produkte von Tieren, die ohne gentechnisch veränderte Organismen gefüttert wurden.

USA: Gentechnik in Lebensmittel wird gekennzeichnet – zumindest ein bisschen

11.01.2019 – Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat mit einer Verordnung geregelt, wie Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten zu kennzeichnen sind. Verbraucherschützer kritisieren, das weiterhin viele Lebensmittel mit Gentechnik ohne Hinweis darauf vermarktet werden könnten.