Österreich: Greenpeace macht Druck für gentechnikfreies Schweinefleisch

19.03.2019 - Greenpeace Österreich hat die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger aufgefordert, nur noch Schweinefleisch aus gentechnikfreier Fütterung mit dem staatlichen AMA-Gütesiegel auszuzeichnen. „Anstatt das Ende von Gentechnik im Schweinefleisch einzuläuten, verschleppt die Regierung einmal mehr die Gentechnikfreiheit in Österreich“, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Sebastian Theissing-Matei der Agrarzeitung. Ihre Forderung unterlegte die Umweltorganisation mit einer Demonstration vor dem Bundeskanzleramt in Wien.

Neue Gentechnik: USA erlaubt Vermarktung ohne jede Risikoprüfung

18.03.2019 - Die US-Landwirtschaftsbehörde APHIS hat nach Recherchen der Organisation Testbiotech bereits mehr als 20 Freigaben für Pflanzen erteilt, deren Erbgut mit Verfahren der Neuen Gentechnik verändert wurde. In keinem der Fälle habe die Behörde eine eingehende Risikoprüfung verlangt, moniert Testbiotech. Dabei würden sich die freigegebenen Pflanzen in ihren Herstellungsverfahren, ihren Eigenschaften und ihren Risiken deutlich von denen aus herkömmlicher Züchtung unterscheiden.

Bund fördert die Neue Gentechnik mit Millionen

11.03.2019 - Die Bundesregierung fördert den Einsatz von Gentechnik bei Pflanzen und Tieren zur Nahrungsmittelerzeugung mit rund 100 Millionen Euro. Das zeigt ihre Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag. Im Mittelpunkt der Projekte steht meist die spätere Anwendung von Verfahren der Neuen Gentechnik; Risikoforschung spielt kaum eine Rolle.

UNO: Neue Gentechnik-Verfahren brauchen einen rechtlichen und ethischen Rahmen

07.03.2019 - Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat in einem Bericht auf die Risiken der neuen Gentechnik-Verfahren (auch Genome Editing genannt) hingewiesen. Die Fähigkeit, künstliches Leben zu kreieren und bestehendes Erbgut zu ändern, berge die Gefahr von Kreuzkontaminationen und unbeabsichtigen Nebenwirkungen, heißt es in dem Bericht. Die absichtliche oder versehentliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen in die Umwelt könnte negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben und zu irreversiblen Schäden führen. Deshalb verweist der Bericht auf das Vorsorgeprinzip und verlangt dessen Anwendung bei der Entwicklung und im Umgang mit Produkten der Neuen Gentechnik. Explizit erwähnt der Text eine strenge Risikoabschätzung und die Einbeziehung der verschiedenen Betroffenen.

Ist Genome Editing nachweisbar? Im Prinzip ja, aber...

12.02.2019 - Mit Hilfe von Gen-Scheren wie CRISPR/Cas verändertes Erbgut lässt sich grundsätzlich nachweisen. Das bestätigen Experten wie Yves Bertheaud, ehemaliger Forschungsdirektor des staatlichen französischen Agrarforschungsinstituts INRA. Doch die praktische Umsetzung sei schwierig, betont das Europäische Netzwerk der staatlichen Gentechnik-Labore (ENGL) im Entwurf eines Berichts an die EU-Kommission. Derzeit könnten zahlreiche durch Genome Editing hergestellte Produkte unerkannt auf den Markt kommen, warnen die ENGL-Experten. Also müssten die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten dringend handeln, um die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in der EU zu sichern. Doch danach sieht es nicht aus.

Gentechnik im Saatgut: Bauern müssen Rapsfelder unterpflügen

11.02.2019 – Landwirte in Frankreich und Deutschland müssen 11.000 Hektar Winterraps unterpflügen, weil das Saatgut gentechnisch verunreinigt war. Das teilte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Bayer France mit, die französische Niederlassung des Konzerns.

SPD bleibt beim Thema Gentechnik hart

31.01.2019 – Matthias Miersch, Vize-Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Haltung seiner Fraktion zum Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bekräftigt.

Frankreich: Gentechnikfreie Milch steckt noch in den Kinderschuhen

17.01.2019 – Frankreich ist nach Deutschland der zweitgrößte Milcherzeuger in der EU. Auch dort erlauben die Rechtsvorschriften eine freiwillige Kennzeichnung der Produkte von Tieren, die ohne gentechnisch veränderte Organismen gefüttert wurden.

USA: Gentechnik in Lebensmittel wird gekennzeichnet – zumindest ein bisschen

11.01.2019 – Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat mit einer Verordnung geregelt, wie Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten zu kennzeichnen sind. Verbraucherschützer kritisieren, das weiterhin viele Lebensmittel mit Gentechnik ohne Hinweis darauf vermarktet werden könnten.