Geplanter CRISPR-Weizen: Gentechnik muss erkennbar bleiben

Berlin, 17.09.2020 – Ein Bündnis von Pflanzenzuchtunternehmen hat die Entwicklung einer Weizenlinie mit CRISPR-Gentechnik angekündigt, die weniger empfindlich gegen Pilzbefall sein soll. Wie gut diese neue CRISPR-Kreation am Ende tatsächlich funktioniert, muss sich erst noch zeigen.

Gerade wenn sie so gut funktioniert, wie jetzt versprochen wird, und keine negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit hat, sollte es kein Problem sein, eine EU-Gentechnik-Zulassung für diesen Weizen zu bekommen. Damit verbunden ist die Kennzeichnung als Gentechnik. Die sollte ebenso selbstverständlich sein. Gentechnik muss erkennbar bleiben.

Weltweit erstes Open-Source-Nachweisverfahren für Pflanze aus neuer Gentechnik entwickelt

Berlin, 07.09.2020 - Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) hat gemeinsam mit Greenpeace und weiteren Organisationen, Gentechnikfrei-Verbänden sowie der Handelskette SPAR Österreich die weltweit erste Open-Source-Nachweismethode veröffentlicht für eine Pflanze, deren Erbgut mit einem Verfahren der „neuen“ Gentechnik verändert wurde.

Die Methode dient dem Nachweis einer gentechnisch veränderten Rapssorte, die mit Genome Editing hergestellt wurde. Damit sind Behauptungen der Gentechnik-Industrie und einiger euro-päischer Behörden widerlegt, dass mit „neuen“ Gentechnikverfahren hergestellte Nutzpflanzen meist nicht von natürlich gezüchteten unterscheidbar seien – und daher nicht nach geltendem EU-Gentechnikrecht reguliert werden können.

Gentechnik: Mehrheit will Anbauverbot, Kennzeichnung und Risikoprüfung

14.08.2020 - Die neue Naturbewusstseinsstudie der Bunderegierung zeigt: Große Mehrheiten wollen Anbauverbot, Kennzeichnung und Risikoprüfung – auch für „neue“ Gentechnik. Um diese gewünschte Gentechnikfreiheit weiterhin zuverlässig sicherzustellen, müssen EU-Kommission und Bundesregierung sich dringend um Nachweisverfahren für Produkte neuer Gentechnik kümmern, damit die nicht unerkannt in der Lebensmittelkette landen.

Copy & fail: Crispr-Gentechnik macht Stier zum Bullen

11.08.2020 - US-Forscher haben per Crispr-Gentechnik gezielt ein männliches Kalb erzeugt – das allerdings ohnehin männlichen Geschlechts gewesen wäre. Und es gab unerwartete Nebenwirkungen. Die Wissenschafter der Universität von Kalifornien in Davies, hatten im Erbgut des Kalbs die Kopie eines Gens eingebaut. Es sollte dazu führen, dass das Kalb künftig vor allem männliche Nachkommen zeugt. Denn Bullen setzen mehr Fleisch an als Kühe, verwerten das Futter besser und bringen deshalb Rindermästern mehr Geld.

Brexit: Deregulierte Gentechnik in UK?

05.08.2020 - Die britische Regierung will den Brexit nutzen, um Gentechnik unabhängig von der EU zu deregulieren. Ein erster Vorstoß dazu ist zwar zunächst am Widerstand von Gesellschaft und gentechnikkritischen Organisationen gescheitert, doch Regierung und Oberhaus halten an ihren Plänen fest.

Neue Gentechnik nachweisen: Bundesregierung stark verspätet

23.07.2020 - Das deutsche Agrarministerium hat eine Studie zur Machbarkeit von Nachweisverfahren für „neue“ Gentechnik (NGT) ausgeschrieben –  zwei Jahre, nachdem der Europäische Gerichtshof klargestellt hat, dass dafür dieselben Regeln gelten wie für „alte“ Gentechnik. Ergebnisse sollen erst 2022 vorliegen. Selbst dann wird es aber noch längst kein Nachweisverfahren für die bisher einzig relevante NGT-Pflanze geben.

Zwei Jahre EuGH-Urteil: Mehr Verbraucherschutz statt mehr Gentechnik!

22.07.2020 - Am 25. Juli 2020 jährt sich das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu neuen gentechnischen Verfahren zum zweiten Mal. 2018 stellten Europas oberste Richter klar: Auch neue Gentechnik ist Gentechnik und unterliegt denselben Regeln zu Risikoprüfung, Zulassungsverfahren und Kennzeichnungspflicht. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sollte jetzt die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für die konsequente Umsetzung des Urteils nutzen: für mehr Verbraucherschutz statt mehr Gentechnik.

Klöckner will „mehr Gentechnik wagen“

15.07.2020 - In einem Gastbeitrag im Tagesspiegel fordert Agrarministerin Julia Klöckner eine teilweise Deregulierung für Gentechnik-Pflanzen. „Für Verbraucher gibt es keine zwei Arten von Gentechnik“, kommentiert VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting, „die Menschen wollen wissen, was in ihrem Essen drin ist. Wird Gentechnik in Lebensmitteln durch fehlende Kennzeichnung verschleiert, zerstört das Vertrauen in Handel, Lebensmittelwirtschaft und Politik.“ Im Koalitionsvertrag hatten CDU und SPD vor zwei Jahren noch „bundesweite Gentechnik-Anbauverbote“ angekündigt.

Gene Drives: Petition gegen gezieltes Artensterben durch Gentechnik

13.07.2020 - In einem offenen Brief haben 78 Umwelt-, Agrar-, Tierschutz- und Entwicklungsorganisationen aus ganz Europa die EU-Kommission dazu aufgerufen, die Freisetzung sogenannter Gene-Drive-Organismen in der EU und international zu ächten. Mit dieser neuen Gentechnikanwendung können ganze Tierpopulationen und -arten in der Natur ausgerottet und umprogrammiert werden. Mit einer laufenden Online-Petition können Einzelpersonen dieser Forderung Nachdruck verleihen.

EU-Abgeordnete kritisieren undemokratische Gentechnik-Zulassungen

09.07.2020 - Fünfzig EU-Abgeordnete haben in einem Offenen Brief an die EU-Kommission gegen undemokratische Gentechnik-Zulassungen protestiert, die diese immer wieder ohne Mehrheit der EU-Staaten und gegen das Europaparlament erteilt. Schon 42-mal hat die Kommission ablehnende Stellungnahmen des Europäischen Parlaments dazu ignoriert. Deshalb fordern die 50 Europa-Abgeordneten, Entscheidungsmodus zu ändern und den sogenannten „Green Deal“ der EU nicht durch ein ‚Weiter so’ bei der Agro-Gentechnik zu gefährden.

Crispr-Reis mit unerwarteten Effekten

04.07.2020 - Eingriffe mit der Gen-Schere Crispr/Cas führen auch zu unerwarteten Nebenwirkungen. Das haben Wissenschaftler aus China und Australien erneut bei Experimenten mit mehreren Reis-Hochleistungssorten festgestellt. Die unbeabsichtigten Änderungen wurden weitervererbt und könnten zu einer veränderten Biochemie in genveränderten Nahrungspflanzen und dadurch zu Gesundheitsrisiken wie Toxizität und Allergenität führen, warnt ein Forscher. VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting: „Crispr/Cas ist eben keine Low-Risk-Technologie, die man einfach deregulieren kann“.

Gentechnisch verunreinigte Maissamen verkauft und angebaut

02.07.2020 - In mehreren Bundesländern wurde gentechnisch verunreinigtes Mais-Saatgut eines Händlers aus Niedersachsen ausgesät. Deutsche Behörden wurden erst durch ungarische Kontrolleure auf den Fall aufmerksam. „Es besteht offenbar Nachholbedarf im Kontrollsystem“, kommentiert VLOG-geschäftsführer Alexander Hissting. „Die ‚Ohne Gentechnik“-Lebensmittelwirtschaft ist darauf angewiesen, dass die Gentechnikfreiheit zuverlässig gesichert ist“.

Grüne klar für Gentechnik-Regulierung

17.06.2020 - Die Grünen-Fraktionen in Bundestag und Europaparlament haben Positionspapiere verabschiedet, in denen sie sich klar gegen eine Deregulierung neuer Gentechnik-Verfahren aussprechen. „Die deutliche Klarstellung, dass die Grünen sich weiterhin für eine verlässliche Gentechnik-Regulierung einsetzten, ist eine sehr gute Nachricht für Verbraucher, Lebensmittelwirtschaft und den boomenden deutschen und europäischen "Ohne Gentechnik"-Wirtschaftssektor“, kommentiert VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting.

„Ohne GVO“-Kennzeichnung jetzt auch in der Schweiz

05.06.2020 - Auch in der Schweiz gibt es jetzt eine Kennzeichnungsmöglichkeit für Lebensmittel tierischer Herkunft, wenn für die Fütterung der Tiere keine gentechnisch veränderte Futterpflanzen oder daraus gewonnenen Erzeugnisse eingesetzt wurden, ähnlich wie bereits in mehreren EU-Staaten. Ab 1. Juli 2020 dürfen solche Produkte in der Schweiz mit dem Hinweis „Ohne GVO“ versehen werden.

Lebensmittelhandel für Regulierung und Kennzeichnung neuer Gentechnik

28.05.2020 - Der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) hat sich zu Regulierung, Risikoprüfung und Kennzeichnung von Lebensmitteln bekannt, die mit neuer Gentechnik hergestellt wurden, und damit im Interesse seiner Kunden ein deutliches Signal an die Politik gesetzt. In seiner kürzlich veröffentlichten Position zu neuer Gentechnik spricht der Verband sich für „höchstmögliche Transparenz für den Verbraucher“ aus und stellt sich hinter das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli 2018, wonach auch neue Gentechnik wie CRISPR Gentechnik ist und genauso reguliert, geprüft und gekennzeichnet werden muss.

Weitgehende Gentechnik-Deregulierung in den USA

25.05.2020 - Die USA haben ihre Regeln für die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen überarbeitet. Das bedeutet eine Deregulierung für Organismen, die mit Hilfe Neuer Gentechnik hergestellt wurden. Aber auch für die "alten" gentechnischen Verfahren gibt es Vereinfachungen. Experten gehen davon aus, dass die Mehrheit der gentechnisch veränderten Pflanzen künftig jeglicher staatlichen Kontrolle entzogen sein wird.

'Farm to Fork'-Strategie der EU: Gentechnik ist nicht nachhaltig

Berlin, 20.05.2020 - In der neuen 'Farm to Fork'-Strategie der EU-Kommission wird auch eine mögliche Rolle 'neuer innovativer Techniken' wie Biotechnologie zur Stärkung der Nachhaltigkeit und Reduktion von Pestiziden angesprochen und eine laufende Studie der Kommission erwähnt, die angeblich das Potenzial 'neuer genomischer Techniken' zur Verbesserung der Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelversorgung untersuchen soll. "Gentechnik ist nicht nachhaltig, im Gegenteil. Europa braucht keine Gentechnik, weder alte noch 'neue genomische Techniken'", kommentiert VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting. Heike Moldenhauer, EU Policy Advisor des VLOG, ergänzt: "Die Agrarchemie-Lobby hat ganze Arbeit geleistet, wenn die EU-Kommission hier als einzige konkrete Technik Biotechnologie nennt und obendrein der Auftrag  der EU-Gentechnik-Studie so umdeutet, dass sie angeblich das Potenzial neuer Gentechnik für mehr Nachhaltigkeit oder gar Pestizidreduktion untersuchen soll."

Beschleunigte Gentechnik-Zulassungen durch neues EU-USA-Handelsabkommen?

15.05.2020 - Seit gut einem Jahr verhandelt die EU-Kommission Abkommen hinter verschlossenen Türen mit den USA über ein neues Handelsabkommen („TTIP 2.0“). 75 europäische Verbände haben dazu jetzt an EU-Handelskommissar Phil Hogan geschrieben. Sie fürchten, dass die EU den USA Zugeständnisse bei den Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen machen wird. Die Verbände forderten die Kommission auf, stattdessen die Sicherheitsbewertung von GVO zu verbessern und das Urteil des Europäischen Gerichtshofs über den Geltungsbereich des Gentechnikrechts umzusetzen.

Agrar-Produktionsweisen: Knackpunkt ist die Koexistenz

27.04.2020 - Eigentlich ist ein Nebeneinander der verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionsweisen vorgesehen: Bauern sollten frei wählen können, ob sie konventionell, mit gentechnisch veränderten Organismen oder biologisch wirtschaften wollen. Verbraucher sollten frei wählen können, welche dieser Produkte sie sie kaufen oder nicht kaufen wollen. Doch es fehlt schon lange eine sinnvolle Diskussion, wie diese Koexistenz tatsächlich funktionieren kann. Das wurde bei einer Gesprächsrunde im Rahmen der Reihe ‚A Bigger Conversation’ der Organisation Beyond GM deutlich.

"Ohne GenTechnik"-Umsatz wächst weiter – Lebensmittel für über 11 Mrd. Euro verkauft – gut 5 Prozent Marktanteil

21.04.2020 – Rund 8,8 Milliarden Umsatz erzielten Hersteller und Verarbeiter 2019 mit Waren mit dem "Ohne GenTechnik"-Siegel.  In den Läden haben die Endkunden etwa 11,3 Milliarden Euro dafür ausgegeben. Gegenüber 2018 bedeute das eine Steigerung von 15 Prozent, meldet der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Er rechnet für 2020 mit einer Steigerung der Verbraucher-ausgaben auf mindestens 11,8 Milliarden Euro. Inzwischen machen "Ohne GenTechnik"-Produkte schon über fünf Prozent des gesamten Lebensmittel-umsatzes in Deutschland aus. „Nach dem enormen Zuwachs bei Milch und Milchprodukten sehen wir jetzt eine Konsolidierung unseres Wachstums“, kommentierte VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting die Zahlen. „Im Vergleich zur Milch muss sich bei Schweinefleisch noch sehr viel bewegen, um auch hier endlich den Verbrauchererwartungen nach "Ohne GenTechnik"-Ware gerecht zu werden.“

Neuentwickelte Gen-Scheren sind auch nicht besser als die alten

17.04.2020 - Die Gen-Schere Crispr/Cas9 arbeitet bei weitem nicht so genau wie oft behauptet. Inzwischen haben Wissenschaftler das Verfahren weiterentwickelt. Eine dieser neuen Scheren namens Crispr/Cas12a oder Cpf1 soll präziser arbeiten als das übliche Crispr/Cas9-System. Doch Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass auch die neue Schere zu zahlreichen Nebeneffekten führt.

VLOG-Audits in Zeiten des Coronavirus

14.04.2020 - Der VLOG ermöglicht aufgrund der Coronakrise in Gebieten mit Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen für bestimmte Unternehmen und Audittypen Distanzaudits. Auf Basis dieser Distanzaudits können Unternehmen regulär nach VLOG-Standard zertifiziert werden.

Nachweis neuer Gentechnik: Pflanzensorten haben einen biochemischen Fingerabdruck

30.03.2020 - Der französische Biochemiker Eric Meunier berichtet auf der Webseite Inf’OGM über die Arbeit des internationalen Verbandes zum Schutz von Pflanzenzüchtungen (UPOV). Diese Organisation kümmert sich weltweit darum, dass die Rechte der Züchter gewahrt werden. Die UPOV hat im November 2019 eine Anleitung vorgestellt, wie sich mit Hilfe biochemischer und molekularer Marker eine Pflanzensorte sicher identifizieren lässt.

Crispr/Cas: Schon wieder unerwünschte Nebeneffekte festgestellt

11.03.2020 - Wenn die Genschere Crispr/Cas9 in das Erbgut schneidet, damit dort ein neuer Erbgutschnipsel eingebaut wird, kann folgendes passieren: Der Erbgutschnipsel wird nicht nur einmal, sondern doppelt oder mehrfach hintereinander eingebaut. Diesen unerwarteten Effekt haben Gentechniker der Universität Münster entdeckt und darüber im Fachjournal Sciences Advances berichtet. Darin schreiben sie auch, dass dieser Effekt mit der üblichen Analysemethode übersehen wird.

Neue Gentechnik bei Tieren: US-Behörde fordert ausführliche Risikobewertung

03.03.2020 - Tiere, deren Erbgut mit neuer Gentechnik verändert wurde, sowie deren Produkte sollen einer strengen Risikoabschätzung unterzogen werden, bevor sie auf den Markt kommen. Das forderte mit Verweis auf das Vorsorgeprinzip die US-Lebensmittelbehörde FDA. Sie begründete ihre Forderung mit einer eigenen Studie über unerwünschte Effekte der neuen Gentechnik bei Rindern. Gleichzeitig versuchte die Behörde, die Diskussion auf Tiere zu begrenzen und gentechnisch veränderte Pflanzen außen vor zu lassen.

Arla will auch in Dänemark ohne Gentechnik produzieren

02.03.2020 - Europas größtes Molkerei-Unternehmen, Arla Foods, wird in seinem Heimatland Dänemark ab dem 1. April 2021 nur noch Milch von Tieren verarbeiten, die vollständig gentechnikfrei gefüttert werden. Sollte ein Mitglied damit nicht einverstanden sein, müsse es spätestens bis 31. August 2020 seinen Ausstieg aus der Genossenschaft erklären, teilte das Unternehmen mit, das 9.900 Landwirten aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Grossbritannien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden gehört.

Genehmigungsverfahren: Auf der Suche nach der Schwachstelle

12.02.2020 - Gentechnik-Unternehmen nutzen bei Zulassungsverfahren die wichtige Rolle aus, die nationale Zulassungsbehörden im Rahmen des EU-Gentechnikrechts spielen. Dabei suchen sie sich gezielt die Behörden heraus, bei denen sie Verständnis und Entgegenkommen erwarten. Das zeigt eine politische Studie, die das Vorgehen des US-Unternehmens Cibus in den Jahren vor dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur neuen Gentechnik im Sommer 2018 beschreibt.

Neue Gentechnik: Anhörung mit Schlagseite

10.02.2020 - Dass die EU-Kommission vor einer Entscheidung die Vertreter unterschiedlicher Interessen anhört, ist gut. Weniger gut ist es, dass die Kommission diese Vertreter immer wieder einseitig auswählt und wichtige Interessen wie Umwelt- oder Verbraucherschutz dabei gerne unter den Tisch fallen. Ein aktuelles Beispiel hat gerade EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides abgeliefert.

Studie zeigt: Gene ausschalten führt zu unerwarteten Effekten

30.01.2020 - Mit Gen-Scheren wie Crispr/Cas lassen sich einzelne Gene so bearbeiten, dass sie ihre Funktion verlieren. Ein Beispiel dafür sind Zuchtpilze, die beim Anschneiden nicht braun anlaufen. Diese Crispr-Pilze wurden in den USA ohne weitere Überprüfung als Lebensmittel zugelassen. Dass dies gefährlich für die Verbraucher sein könnte, legt eine Studie von Heidelberger Forschern nahe.

Bundestag: Keine Mehrheit fürs Vorsorgeprinzip

20.01.2020 - Der Bundestag hat am Freitag einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. Diese wollten die Bundesregierung dazu verpflichten, einer Lockerung der EU-Gentechnikregelungen zugunsten neuer gentechnischer Verfahren nicht zuzustimmen. Die Regierungsfraktionen lehnten den Antrag ebenso ab wie die FDP; die Linke stimmte mit den Grünen.

Das Vorsorgeprinzip kann Innovationen fördern

10.01.2020 - In der Diskussion um die Regulierung der neuen Gentechnik behaupten interessierte Kreise immer wieder, das Vorsorgeprinzip würde Innovationen behindern. Die EKAH hat diese Argumentation unter die Lupe genommen. Sie kam dabei zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Behauptung ist falsch. Das Vorsorgeprinzip könne sogar, richtig angewandt, innovationsfördernd sein.

Gen-Schere Crispr/Cas erzeugt zahlreiche unerwünschte Veränderungen

08.01.2020 - Die Gen-Schere Crispr/Cas schneidet in den DNA-Strang des Erbguts und verändert dadurch die DNA. Doch an der Stelle des Eingriffs treten auch zahlreiche unerwünschte Veränderungen auf. Das konnten US-Wissenschaftler mit einem neu entwickelten Screening-Test nachweisen.