Lebensmittelhandel für Regulierung und Kennzeichnung neuer Gentechnik

28.05.2020 - Der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) hat sich zu Regulierung, Risikoprüfung und Kennzeichnung von Lebensmitteln bekannt, die mit neuer Gentechnik hergestellt wurden, und damit im Interesse seiner Kunden ein deutliches Signal an die Politik gesetzt.

In seiner kürzlich veröffentlichten Position zu neuer Gentechnik spricht der Verband sich für „höchstmögliche Transparenz für den Verbraucher“ aus und stellt sich hinter das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli 2018, wonach auch neue Gentechnik wie CRISPR Gentechnik ist und genauso reguliert, geprüft und gekennzeichnet werden muss. Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit solcher Produkte sicherten dem Verbraucher Wahlmöglichkeit und eine eigenverantwortliche Kaufentscheidung. Von der EU-Kommission fordern die Lebensmittelhändler deshalb dringend die Entwicklung und Bereitstellung von Nachweisverfahren für die neuen Gentechnik-Verfahren.

Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) begrüßt diese Positionierung ausdrücklich. „Die Politik ist gut beraten, auf die Stimme des Lebensmittelhandels zu hören, die nicht nur die Wünsche der Verbraucher auf den Punkt bringt, sondern auch für einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor steht“, sagt VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting, „Lebensmittelhändler kennen die Wünsche und Sorgen der Verbraucher aus erster Hand. Sie wissen, wie wichtig es ist, das Vertrauen ihrer Kunden nicht durch ungekennzeichnete, verschleierte Gentechnik-Produkte in ihren Regalen zu erschüttern.“

BVLH: Neue Gentechnik vor dem Hintergrund des EuGH-Urteils