Allgemein

Müssen mobile Mahl- und Mischanlagen zertifiziert werden? (aktualisiert am 07.10.2019)

Nein es gibt keine Pflicht zur Zertifizierung. Allerdings beeinflusst die Zertifizierung die Einstufung der Landwirte in die Risikoklassen von 0 bis 2 (vgl. E 2.1).

Ist es ausreichend, wenn eine mobile Mahl- und Mischanlage Bio-zertifiziert ist, damit ein Landwirt welcher diese nutzt, in Risikoklasse 0 gelangen kann? (aktualisiert am 07.10.2019)

Das ist davon abhängig, ob der Landwirt Bio-Futter mahlen/mischen lässt oder nicht. Lässt er ausschließlich Bio-zertifiziertes Futter in der Mahl- und Mischanlage verarbeiten, so ist keine zusätzliche VLOG-Zertifizierung der Anlage notwendig um die Einstufung in Risikoklasse 0 zu ermöglichen. Handelt es sich um nicht Bio-zertifiziertes Futter ist eine Zertifizierung notwendig, damit der Landwirt in Risikoklasse 0 gelangen kann. Andernfalls wird er in Risikoklasse 1 eingestuft.

Wie wird damit umgegangen, wenn kein Anlagegutachten für die MMA vorliegt?

Als Alternative zum Anlagegutachten reicht auch eine Bestätigung des Herstellers, in der Angaben zur Arbeitsgenauigkeit/Restentleerung/Verschleppung zu finden sind. Diese sollte vom Betrieb angefordert werden, wenn sie nicht bereits vorliegt. Wird die Anlage nachgewiesenermaßen nur für VLOG-zertifizierte/kennzeichnungsfreie Ware genutzt kann eine solche Bescheinigung entfallen.

Zählen Futtermischwägen zu den mobilen Mahl- und Mischanlagen im Sinne des VLOG-Standards?

Nein, Futtermischwägen, welche z.B. zur täglichen Fütterung von Silage und Kraftfutter verwendet werden, zählen nicht zu den mobilen Mahl- und Mischanlagen. MMAs werden nur für trockene Futterbestandteile wie Getreide verwendet.

Wenn eine VLOG-zertifizierte Mahl- und Mischanlage mit VLOG-zertifiziertem Öl handelt, ist dann eine Zertifizierung für den Bereich Handel notwendig? (aufgenommen am 15.07.2019)

Handelt die Mahl- und Mischanlage mit „VLOG geprüft“ Öl aber nicht mit anderen „VLOG geprüft“-Futtermitteln, so ist die Zertifizierung für den Bereich Futtermittelherstellung – mobile Mahl- und Mischanlage ausreichend und es ist keine zusätzliche Zertifizierung für den Bereich Handel notwendig.

Probenahme und Analyse

Wie muss das schriftliche Einverständnis zur Probenahme aussehen? (aktualisiert am 07.10.2019)

Für dieses Einverständnis gibt es keine Vorlage und sie kann formlos erstellt werden. Es muss eindeutig daraus hervorgehen, um welche Parteien es sich handelt.
Beispielsweise kann die folgende Formulierung verwendet werden: „Wir/Ich, [Landwirtschaftlicher Betrieb: Unternehmensname, Adresse] gestatte/n dem Unternehmen [Mahl – und Mischanlage: Unternehmensname, Adresse] von „VLOG Mischungen“, welche durch dessen Mahl- und Mischanlage hergestellt wurden, Proben zu nehmen. Dies Proben dürfen im Labor analysiert werden.“

Ist eine Beprobung von mitgeführten Ölen zur Staubbindung gefordert? (aktualisiert am 07.10.2019)

Da raffinierte Öle nicht auf GVO analysiert werden können, ist von diesen durch den Mahl- und/oder Mischanlagenbetreiber keine Rückstellprobe zu nehmen.

Muss die Beprobung von durch MMA hergestelltes Mischfutter zusätzlich zu der Beprobung von risikobehafteten Einzelfuttermitteln am Wareneingang durchgeführt werden?

Ja, die Beprobung der Futtermischungen muss zusätzlich zur Beprobung der risikobehafteten Futtermittel erfolgen und kann nicht angerechnet werden. Bei der Beprobung der Futtermischung geht es darum, dass z.B. durch eine fehlerhafte Reinigung von vorherigen Betrieben GVO eingetragen werden können.

Wenn Proben von risikobehafteten Einzelfuttermitteln und von Mischfutter aus Mahl- und Mischanlagen gezogen wurden, welche Probe muss dann analysiert werden? (letzte Aktualisierung am 26.09.2018)

Pro Auditintervall muss mindestens eine Probe auf dem Betrieb analysiert werden. Es ist dabei immer das Futtermittel mit dem höchsten Risiko zu beproben (orientiert an der betriebseigenen Risikoanalyse).

Korrektur Kapitel E 4.9.1.3: Gelten auf landwirtschaftlicher Ebene für Proben aus Mahl- und Mischanlagen andere Aufbewahrungsfristen als für Rückstellproeben aus dem Wareneingang oder aus Futtermittelwechsel? (aufgenommen am 15.01.2019)

Nein, für alle Proben gelten die folgenden Aufbewahrungsbedingungen (vgl. Kapitel E 4.9.1.3 im VLOG-Standard):

- Alle Proben müssen mindestens 2 Monate lang aufbewahrt werden
- Es müssen außerdem immer mindestens je die letzten 3 Proben aus den relevanten Probenkategorie (Proben aus Mahl- und Mischanlagen, Futterwechsel zwischen VLOG und kennzeichnungspflichtig, Anlieferung risikobehafteter Futtermitteln) aufbewahrt werden.

Die Sonderregelungen für Mahl- und Mischanlagen – welche im Standard aufgezählt sind, können damit entfallen, für sie gelten dieselben Regeln wie für die anderen Proben.