Der "Ohne Gentechnik"-Sektor in Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Marketing boomt in vielen Ländern Europas. Mit neuen gentechnischen Verfahren erzeugte Produkte stellen eine massive ökonomische Bedrohung für ihn dar. Der "Ohne Gentechnik"-Wirtschaftssektor spricht sich im Einklang mit dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) dafür aus, alle mit neuen gentechnischen Verfahren erzeugten Produkte als Gentechnik zu regulieren. Das haben der VLOG und die österreichische ARGE Gentechnik-frei bei der Stakeholder-Befragung der EU-Kommission im Frühjahr 2020 deutlich gemacht. Eine Zusammenfassung unserer Antworten ist in diesem Dokument nachzulesen.
Non-GMO Summit: Konferenz der europäischen „Ohne Gentechnik“-Wirtschaft
Am 21.04.2026 haben die Mitgliedsstaaten die geplante Aufweichung der EU-Regeln für Neue Gentechnik (NGT) mit sehr knapper qualifizierter Mehrheit formal bestätigt, im Mai soll sie endgültig vom Europaparlament verabschiedet werden. Wie kann und wird die Lebensmittelwirtschaft künftig mit NGT in gentechnikfreien Futter- und Lebensmittelketten umgehen? Diese akute Frage steht im Mittelpunkt des dritten internationalen Non-GMO Summits am 13.05.2026 in Frankfurt am Main.
Juristische Analyse: „Ohne Gentechnik“ muss auch neue Gentechnik ausschließen
Bei Lebensmitteln mit „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung bleibt auch neue Gentechnik (NGT) per Gesetz weiterhin ausgeschlossen, auch nach der geplanten EU-Deregulierung. Das ergab eine neue rechtliche Stellungnahme im Auftrag des VLOG.
Verunreinigungsgefahr im Blick: EU-Freisetzungsversuche und gemeldete GV-Risiken in 2025
Mit 27 zugelassenen Freisetzungsversuchen gentechnisch veränderter Pflanzen in sechs europäischen Ländern sowie 10 Meldungen im Schnellwarnsystem Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF), gab es im Jahr 2025 für die „Ohne Gentechnik“-Produktion einige zusätzliche Risiken von Verschleppungen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO).