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Marktforschung: Verbraucher:innen wollen eindeutige Kennzeichnung auch bei „Neuer Gentechnik“ im Essen
Das ergab die neue Marktforschungsstudie „Der Einsatz von Neuer Gentechnik (NGT) in Lebensmitteln: Akzeptanz bei Verbraucher:innen und Erwartungen an die Kennzeichnung“, die Prof. Dr. Holger Buxel beim Non-GMO Summit 2026 in Frankfurt erstmals vorgestellt hat. Der Marktforschungsexperte von der Fachhochschule Münster hatte die breit angelegte, repräsentative Studie mit 1.057 Befragten im April 2026, also kurz vor der Verabschiedung der neuen EU-Regeln für NGT im Juni, im Auftrag des VLOG durchgeführt.
Den meisten Studienteilnehmer:innen waren die bevorstehende Neuregelung für NGT und deren Auswirkungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, wie die Studie ebenfalls zeigte. Das dürfte sich durch die breite Berichterstattung über die endgültige Bestätigung der EU-Gentechnik-Deregulierung im Juni 2026 bereits ein wenig geändert haben. In vielen Meldungen und Kommentaren stand dabei die weitgehende Abschaffung der gesetzlichen Gentechnik-Kennzeichnungspflicht für NGT-Lebensmittel im Fokus.
„Spätestens, wenn Verbraucher:innen ab 2028 auch bei Brot, Bier, Bananen oder Babybrei nicht mehr sicher sein können, ob sie mit oder ohne Gentechnik hergestellt wurden, könnte das Bewusstsein für das Thema weiter stark zunehmen. Dadurch dürfte die Relevanz des „Ohne GenTechnik“-Siegels für Verbraucher:innen, Hersteller und Handel noch mehr zunehmen“, so VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting.
Zentrale Erkenntnisse aus der Marktforschungsstudie
- Die meisten Verbraucher:innen bevorzugen Produkte, die ohne den Einsatz von NGT hergestellt wurden und wünschen sich, dass Lebensmittel deutlich gekennzeichnet sind, ob sie mit oder ohne Einsatz von NGT hergestellt wurden. Für diese Kennzeichnung sehen sie Einzelhandel und Hersteller als verantwortlich an.
- Der Einsatz von NGT bei Lebensmitteln oder das Fehlen einer Kennzeichnung, dass keine NGT eingesetztet wurden, kann sich direkt auf die Kauf- und Zahlungsbereitschaft auswirken. Ein Mangel an Transparenz löst Verunsicherung aus, was dazu führen kann, dass sich die Nachfrage stärker auf „Ohne Gentechnik“- und Bio-Lebensmittel verlagert.
- Der Einsatz von NGT in der Lebensmittelproduktion würde ein Marketingrisiko bedeuten, da er nicht zu Produktpositionierungen wie „hohe Qualität“ oder „natürliche Zutaten“ passt.
- Das „OhneGenTechnik“-Siegel ist sehr gut auch für die Kennzeichnung von Produkten geeignet, die ohne den Einsatz von NGT hergestellt wurden. Verbraucher:innen erwarten, dass „Ohne GenTechnik“ auch für „Ohne NGT“ steht.
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